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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Der Kommandant hatte für die Garnison und Bürger diegrößte Oekonomie im Verbrauch der Lebensmittel eintreten lassen,um die Festung so lauge als möglich halten zu können. Er ließunter Andern: die Fleisch-Bestände bei den Bürgern aufnehmen,verbot ihnen den Verbrauch nach Willkür, und bestimmte, daßkünftig jedem Offizier für sich alle 3 Tage 1 Pfd-, für seine Leutein Allem ^ Pfund, jedem Bürger für sich und seine Frau alle3 Tage 1 Pfund, und jeden: verheiratheten Soldaten für seineFamilie alle 3 Tage ^ Pfund Fleisch verkauft werden dürfte, sodaß man mit frischem Fleisch, incl. des Bedarfs im Lazareth, biszum 5. Juli glaubte ausreichen zu können. In den Magazinenwar für die Garnison nur noch Pökelfleisch vorhanden. EineBrennerei war eingerichtet worden, um den Verbrauch an Brannt-wein ergänzen zu können. Ein Uebelstand war es, daß der Hopfenganz ausgegangen war, das Bier daher in 24 Stunden sauer wurde,während das Wasser der Festung, nach dem Verlust des Röhr-wassers durch den Feind, ebenfalls ziemlich ungenießbar war.

Am 6. Juni Nachmittags brachte ein feindlicher Trompeterein Schreiben des Erbprinzen von Hohenzollern, worin derselbeden Prinzen Biron von Kurland um eine Zusammenkunft ersuchte,weil er ihm Sachen von der größten Wichtigkeit zu eröffnen habe.Der Kriegsrath entschloß sich, den Prinzen Biron in Begleitungeiniger Offiziere zu der erbetenen Zusammenkunft aus der Festungzu lassen. Der Prinz begab sich am 7. nach Wiegschütz, wo derErbprinz von Hohenzollern ihm Vorwürfe machte, daß er sich inMilitär-Angelegenheiten mische, wozu er nicht bevollmächtigt sei,und ihm drohte, daß er, so wie alle unausgewechselten Offiziere,welche in Kosel Dienste leisteten, erschossen werden sollten, wenner, der Prinz, es nicht dahin brächte, daß die Festung kapitulire.Der Prinz Biron kam zurück, und der Kommandant versprach,ihm ein Attest auszufertigen, daß er sich nie in die eigentlichenVertheidigungs-Angelegenheiten gemischt habe, und daher auchüber die weitere Vertheidigung oder die Uebergabe der Festungkein Wort mitzusprechen habe-

Am 10. Juni Vormittags 10 Uhr, erschien der Erbprinzvon Hohenzollern abermals, und bat in wichtigen Angelegenheiten