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und Jnfanterie-Abtheilungen besetzten die Neiße-Uebergänge beiSchurgast und Loewen, so daß der Lieutenant Schmiedeberg, wel-cher mit seiner Schwadron vom Fürsten von Pleß delaschirt wor-den war, die sämmtlichen Uebergänge bis Neiße zu zerstören, jenePunkte bereits besetzt fand, und nur bei Michelau und Kopitzseinen Auftrag erfüllen konnte, um sich dann bei Falkenberg zupostiren.
Von der Festung aus gewahrte man am 11., daß der Feindsich mit der Anlage mehrerer Wnrfbatterien beschäftigte, und rich-tete auf diese Punkte das Feuer der Werke, doch ohne besondereWirkung, da 3 feindliche Batterien in dem nordwestlich von derStadt auf 1000 Schritt Entfernung von den Werken belegenenuneingesehenen Grüniager-Grund gearbeitet wurden.
Am 12. traf auch das 1. bayersche Leib-Infanterie-Regt,von Breslau vor Brieg ein.
Am 13. trat harter Frost ein; die Festungsgräben fingenan sich mit Eis zu belegen.
Am 14. Abends waren 7 feindliche Batterien fertig. 5 Bat-terien auf dem linken und 2 auf dem rechten Oder-llfer. Dieersteren waren mit 2 —12pfündern, 4—Opfündern, 4 schweren und6 leichten Haubitzen, die letzteren mit 2—Opfündern und 3 leichtenHaubitzen armirt; von den Mörsern hatte man keinen Gebrauchgemacht. 11m 10 llhr wurde das Breslauer-Thor durch Jägerund Schützen angegriffen, aber ohne besondere Anstrengung derAngriff zurückgewiesen.
Am 15. Morgens 3 Uhr eröffnten sämmtliche Batteriendes Feindes, 21 Geschütze, das Feuer, und sandten der Stadtbis nach Mittag 15"0 Geschosse zu. An 5 Orten brach Feueraus, doch brannte nur ein Haus nieder; der Schnee auf denDächern verhinderte eine bedeutende Wirkung des Bombardements.Tie Garnison hatte einen Verlust von 1 Todten, einigen Ver-wundeten und 20 Deserteurs. Ilm 3 Uhr Nachmittags traf dervon Jerome gesandte General Lefebvre als Parlamentair ein undbot dem Kommandanten eine Kapitulation unter den Bedingun-gen, die Breslau bewilligt worden, an. Man konnte sich nichtgleich einigen.