zen Belagerung sich überall besonders hervorgethan hatte.') DieBelagerer, an ihrer Spitze der wieder eingetroffene Jerome, defi-lirten durch Breslau und zogen zum Schweidnitzer-Thor wiederhinaus. Der General Minucci blieb mit 9 Bat., 1 Schwadr.und einigen Batterien in Breslau zurück. Die zum Festungs-dienst eingezogenen Förster und Jäger kehrten zu ihrem frühemDienstverhältniß, die Invaliden, die verheiratheten Unteroffiziereund Soldaten zu den Ihrigen zurück; die Offiziere wurden aufihr Ehrenwort entlassen; die übrige Mannschaft durch das bayri-sche 13. Jnf.-Regt. in die Kriegsgefangenschaft eskortirt. Es mar-schirten im Ganzen noch aus: 116 Offiziere, 5270 Unteroffiziereund Gemeine; 240 Geschütze und 3640 Ccntner Pulver wurdendem Feinde übergeben. Nach der Aussage der feindlichen Artil-lerie-Offiziere sind über 13,000 Granaten, Bomben und glühendeKugeln nach der Stadt geschickt worden, während aus der Festunggegen 50,000 Schuß gethan worden sein sollen. Von den Bür-gern waren allein in den Häusern 35 Personen getödtet, 88 ver-wundet; es waren 7 Häuser in Asche gelegt und über 1500 be-schädigt, und in den Vorstädten über 350 Possessionen — ercl.Neudorf und Siebenhufen — niedergebrannt worden. Die Gar-nison hatte, nach dem Tagebuch des Generals Lindener, 13 Todte,24 Verwundete und 568 Kranke-
Der Gouverneur gab als Gründe zur Kapitulation an:
„1) die Schwäche und
„2) die schlechte Beschaffenheit der Besatzung, die sich durchJnsubordination und starke Desertion erwies." — Insubordina-tion in ausgedehnterem Maße zeigte sich indessen erst 2 Tagevor der Uebergabe der Stadt, als die Besatzung sich für verkauftansah und von Seiten des Gouvernements nichts geschah, umsolchem Argwohn zu begegnen. —
,,3) Der Mangel an Stabs- und älter» Offizieren, da nur
1) Der Oberst Blein sagt in seinem Bericht an Napoleon:
„die Artillerie von Breslau hat bewiesen, daß sie aus einer gutenSchule war; sie hat unsere Laufgräben ausgeschmückt, und vieleSchartenschüsse gemacht."