und verspätete sich auch durch einen langen Halt zum Frühstücken,so daß es zur Zeit noch weit zurück war.')
Statt sich nun in der Stadt und an dem Uebergang überdie Ohlau bei Strehlen festzusetzen, und so das Eintreffen derGlatzer Truppen abzuwarten, um dann nach den Umständen zuverfahren, sei es, den Feind anzugreifen und zu schlagen, oder,gedeckt durch die Ohlau, nach Ohlau zur Vereinigung zu mar-schiren, entwickelten sich die beiden vereinigten preußischen Ba-taillone jenseits der Ohlan, mit dem rechten Flügel an Strehlenin schräger Richtung gegen die Breslauer Straße, die Batterieauf dem rechten Flügel beim Schießhause, das Bataillon des Ma-jors Reisewitz auf dem linken Flügel, in halben Schwadronenbis gegen die Kolonie Peitsch ausgedehnt. Die Kavallerie zähltenur c 250 Pferde, meistentheils sehr elende Thiere; die Mann-schaften bildeten ein buntes Gemisch von Kürassieren, Dragonernund Husaren, mit Degen oft an Stricken befestigt, mit und ohnePistolen bewaffnet. Erst vor Laugen-Oels am Morgen wurdendie Schwadronen zum Bataillon formirt, der Kommandeur vor-gestellt, und den Mannschaften der Eid der Treue abgenommen.
Der General Montbrun war ruhig gegenüber halten geblie-ben. Der General Minncci sandte die bei sich habende Schwa-dron Chevaurlegers voraus, um sich den Württembergern anzu-schließen, und folgte bald darauf mit dem 3. Linien-Inf.-Regt.,dem 1. Bat. des 7. Regiments und einer leichten Batterie. Zweipreußische Schwadronen und die Jäger und Schützen, welche ausdem Marsch von Strehlen nach Wansen waren, kehrten nach Streh-len zurück, und stellten sich, die Kavallerie rechts der Stadt inder linken Flanke der Württemberg er, die Jäger links der Stadthinter dem Mühlgraben auf.
Unter dem Schutz eines Schwarmes Tirailleurs, der nochdurch eine Grenadier-Kompagnie verstärkt wurde, entwickelte sichein bayersches Bataillon und die Batterie gegen die Front derPreußen, während das 3. Infanterie-Regiment rechts durch Sae-
1) Die Reymann'sche Karte reicht zur Uebersicht des kleinen Gefechtesbei Strehlen aus.