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Ter General-Gouverneur verwarf diesen Plan nicht gänz-lich, schien indessen eine Unternehmung von Schweidnitz aus vor-zuziehen; auch wollte er, daß die neu errichteten Truppen, be-sonders die Kavallerie, zuvor regelmäßiger formirt werden sollten.Eine Unternehmung von Schweidnitz her hatte indessen ihre gro-ßen Schwierigkeiten, weil die Konzentriruug daselbst viel Zeit er-forderte, und dadurch dem Feinde das Unternehmen sehr baldverratheu werden mußte, und weil bei einem Porgehen aus einersolchen Richtung ein allgemeines Engagement nicht zu vermeidenwar, waS ja aber gerade vermieden werden sollte. Die Formt-rung der Kavallerie in Schwadronen und Bataillone wurde durchdie Zerstreuung dieser Waffe auf den Vorposten, wo sie zum Theilbereits mit dem Feinde cugagirt war, sehr erschwert; doch ge-schah, was geschehen konnte, und wurden bis zum 20. Dezember20 Schwadr- in 4 Bataillone unter den Majors Görtz, Rumps,Reisewitz und dem, vom Fürsten zum Major ernannten, verab-schiedeten Rittmeister Wostrowski sormirt. Die schnelle und solideFormation der Infanterie wurde dadurch sehr aufgehalten, daßeS au guten und brauchbaren Offizieren fehlte, da man ans diekriegsgefangencu und auf ihr Ehrenwort Entlassenen nicht rech-nen durste, und mithin auf die verabschiedeten und versorgtenOffiziere und auf Feldwebel und Unteroffiziere beschränkt war;unter den Letzteren fanden sich zwar einige sehr brauchbare Män-ner, doch gehörte immer einige Zeit dazu, bevor sie sich in ihrenneuen Stand finden konnten. Die in Neiße unter Leitung desObersten Kalkreuth gebildeten Bataillone kamen durch dessen un-ablässige Bemühung zuerst in brauchbaren Zustand-
Zur Entwaffnung von Brieg war der Fürst nicht geneigt,weil er diese Festung, in welcher er selbst gestanden hatte, fürhaltbar hielt; dagegen entschloß er sich im klebrigen am Abenddes 2l. zu der Unternehmung, wie sie der Graf Götzen in Vor-schlag gebracht hatte.
Man erhielt die Meldung, daß der Feind von den Berath-schlaguugen, welche bisher gehalten worden, Kenntniß erhaltenund seine Verstärkungen in Eilmärschen heranzöge, so daß sie am28. eintreffen könnten. Man glaubte daher mit dem Entsatz-