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Bei der endlichen Ankunft des General-Gouverneurs Für-ste» von Anhalt Plcß zu Kofel hatte der Rittmeister Lüttwitz einProjekt zur Vertheidigung von Schlesien vorgelegt, nach welchemsämmtliche Festungen, bis auf Kofel und Silberberg, sogleich ver-lassen, und mit den daraus entnommenen Truppen Breslau ent-setzt werden sollte, um sich wieder zum Meister von Schlesien zumachen. Dem Fürsten schien dieser Vorschlag, welcher Alles anAlles setzte, um so unausführbarer, als der königliche Befehl sichhauptsächlich auf die Erhaltung der schlesischen Festungen bezog.
Man hatte keine bestimmte Notizen über die Stärke des Fein-des in Schlesien Mitte Dezembers; so viel schien aber gewiß, daßer schwächer war, als die schlesischen Festungsbesatzungen zusam-mengenommen. Dennoch war vorauszusehen, wenn man nichtsthat, als sich auf die Bertheivigung der Festungen einzulassen, derschwächere Feind allmälig> aber mit Sicherheit, die Provinz er-obern würde. Der Plan des rc. Lüttwitz war daher keineswegesgehaltlos, vielmehr rieth er dem Anscheine nach das Großartigstewas man zum Heil des Vaterlandes unternehmen konnte. Ge-lang es den Feind zu schlagen und Breslau zu entsetzen, so hattedie Provinz aus längere Zeit Ruhe ihre Formationen zu voll-enden, und Napoleon wurde gezwungen, von andern wichtigenPunkten bedeutende Kräfte abzuzweigen, um seine gefährdeten Ver-bindungen zu sichern. Bei dem Auftreten überlegener feindlicherKräfte blieb die Vertheidigung der Provinz durch die Vertheidi-
heit in die Mitte Novembers Mid in die Gegend von Hohen-Poseritz, giebtdem Major Harscher nnr 80 Pferde, läßt ihn zuerst auf 2 preußische Schwa-dronen aus Schweidnitz stoßen, diese 2 Stunden weit bis Würben in dieFlucht jagen, mehrere Mannschaften niederhauen, 36 Mann gesangen neh-men nnd -i!t Pferde erbeuten, doch daselbst 5 frische preußische Schwadronenund einige Infanterie antreffen, wodurch der Major zum Rückzüge, mit demgeringen Berlnste von 3 Offizieren, 9 Mann und 6 Pferden, unter Dek-kung von einigen Reitern der Arriergarde, genothigt worden sei. Auch die-ser Bericht erwähnt der Beute von 36 Schlachtochsen. Wir sind der Dar-stellung in dem Werke des I)n Oasvo gefolgt, da ein Zusammentreffen miteiner etwas zahlreicheren Preußischen Kavallerie nur im Dezember möglichwar. In welchem Zustande diese Kavallerie gewesen sein kann, wird sichaus den« Nachfolgenden ergeben.