stehende Inf.-Regt. Kronprinz nnd das 1. Bat. Löwenstein soll-ten sich 2 Stunden später in Bewegung setzen. —
Es wird nothwendig, augenblicklich Breslau zu verlasse»,um zu sehen, was bis zum 23. im freien Felde iu Schlesien vor-gegangen, und was von dem Fürsten von Anhalt Pleß unb demGrafen Götzen zum Entsatz von Breslau vorgearbeitet wor-den war.
In der Zeit, in welcher die feindliche Infanterie vor Bres-lau beschäftigt war, sollen nach den feindlichen Angaben von Sei-ten der zur Aufklärung der Umgegend aufgestellten Kavalleriemehrere kleine glückliche Gefechte mit preußischer Kavallerie Stattgehabt haben, von denen indessen die preußischen Berichte, wederdie des General-Gouvernements, noch die der Festungen, zu de-ren Besatzungen die betreffenden Schwadronen gehört haben müß-ten, mit einem Worte Erwähnung thun. So soll der OberstSeidwitz in Liegnitz, wo er mit dem 2. Dragoner-Regt. Tarisstativnirt war, am 17. Dezember auf Grund der Nachricht, daßpreußische Kavallerie in der Umgegend von Jauer bemerkt wor-den, sofort mit seinen Dragonern abgerückt sein, die Preußen trotzderen Überlegenheit angegriffen, geworfen und ihnen 60 Gefan-gene, so wie eine Kaffe von 3000 Thlrn. abgenommen häben,welches Geld nach Schweidnitz hatte gebracht werden sotten; Je-rome habe dem Regiment die Beutepferde und das genommeneGeld belassen. — Am 21. Dezember soll ferner der Major Har-scher von Leiningen Chevaurlegers, an der Spitze von 130 Pfer-den, eine Rekognoszirung gegen Schweidnitz unternommen habenund nahe vor dem Platze auf 5 preußische Schwadronen in derStärke von etwa 300 Pferden gestoßen sein. Angreifen, in dieFlucht treiben, 36 Mann gefangen nehmen, 32 Pferde erbeutenund 36 Ochsen, welche nach Schweidnitz hatten gebracht werdensollen, abnehmen, sei das Werk eines Augenblicks gewesen. DieBeutepferde habe der General Hvdouville dem Detaschement be-lassen. ') —
1) Die „Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Jo-seph I. von Völderndors und Waradein" verlegt die hier erzählte Begeben-