Artilleristen auf dem Ohlauer-Ravelin aufmerksam gemacht; erhatte eine Lage Kartätschen nach dem Orte des Geräusches ge-feuert, und alsbald waren in dies Feuer die Geschütze des Bern-hard- und Taschenbastions, welche die Enveloppe kommandirte»,und die Infanterie-Besatzung der anliegenden Wälle eingefallen.Zwei feindliche Soldaten, die ein Floß trugen, wurde» gleich beimBeginn des Feuers erschossen, die übrigen Träger liefen davonund der Feind sah sich genothigt, den Rückzug mit ansehnlichemVerlust anzutreteu. Ein französischer Offizier, der sich auf de»Flößen befand, mußte sich mit einigen Gemeinen gefangen geben.
Die beiden bayerschen Kompagnien hatten den Ohlauer-Tam-bour während dessen angegriffen und bereits versucht, die Palli-saden niederzuhauen, mußten sich aber, gleich den DetaschenientsFreiwilliger, mit Verlust zurückziehen.
Der Sturm konnte nicht füglich gelingen, wenn die Be-satzung nicht sehr unaufmerksam war oder auf Verrätherei ge-rechnet wurde. Die Enveloppe in der Nähe des Ohlauer-Thores,die Ohlauer-Brücke und der Batardeau über den Hauptgrabennahe dem Ohlauer-Thor waren durch Pallisaden-Abschnitte ge-sichert und lagen unter dem stärksten Kartätschfeuer der anliegen-den Werke. — Ob es gerathen war, die Garnison in der Nachtdurch Fortsetzung des Bombardements und durch vorhergehendeDemonstrationen wach und aufmerksam zu erhalten, dürfte bezwei-felt werden. Hätte man das Bombardement bis Mitternacht fort-gesetzt, dann inne gehalten, bis ein Sigualschuß ankündigte, daßder Sturm auf den wahren Angriffspunkt bis zum Uebergangüber den Vorgraben vollständig vorbereitet worden, hätte danndas Bombardement mit größter Heftigkeit aufs Neue begonnenund wären gleichzeitig die falschen Angriffe vorgeschritten, welchedie dem wahren Angriffspunkt zunächst belegenen Werke beschäf-tigten, so wäre es vielleicht möglich gewesen, den Sturm zu voll-führen, da die Garnison, durch die vorangegangenen Strapazenbei Tage und bei Nacht erschöpft, leicht in der Aufmerksamkeitnachgelassen haben würde, nachdem der Gegner das Bombarde-ment eingestellt hatte.
Es wurde dem Gouverneur am Morgen des 23. gemeldet,