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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
Seite
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ganz und der That nach als General-Gouverneur von Schlesienfür diesen kritischen Zeitpunkt betrachten, und gegen Jedermannsouteniren werde. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt zu Repräsentatio-nen, sondern zum Handeln, und gerade darum, weil Ich Sie alseinen Mann kenne, der mit Energie zu handeln weiß, habe IchIhnen eine so uneingeschränkte Vollmacht in einem so wichtigenund Mir so werthen Lande anvertraut rc."

Es erhellt hieraus, daß von Seiten des Königs Alles ge-schehen war, was aus weiter Entfernung geschehen konnte, umdie Kräfte der Provinz auf eine zweckmäßige Weise zu benutzen,die Kommandanten zu ermuthigen und sie zur strengsten Pflicht-erfüllung anznregen.

Am 30. November erreichte der Graf Götzen die Oberschle-sische Grenze, und erfuhr bereits in Nybnick, daß sämmtliche ausSüdpreußen zurückgekehrte Trainpferde in einigen Tagen ver-kauft, und die Remonten der Kavallerie an die Unterthanen ge-geben werden sollten. Der erste Gebrauch, den der Graf vonseiner Vollmacht machte, mußte daher der sein, diese Anordnungender obersten Provinzial-Behörde sofort aufzuheben.

Am 1. Dezember erreichte der Graf die Festung Kosel, underhielt hier durch den wackern Kommandanten, den alten Ober-sten Neumann, eine vollständige Uebersicht über den Zustand vonSchlesien, ohne sich jedoch über die Stärke des Feindes eine Auf-klärung verschaffen zu können. Er erthcilte sogleich den Befehlzur schleunigen Konzentrirung der Depots der Regtr. Württem-berg, Schimmelpfennig- und Pletz-Husaren und der Artillerie-Trainsin der Nähe von Kosel, und beauftragte den verabschiedeten Ritt-meister und Gutsbesitzer Lüttwitz, das Brauchbarste an Mann-schaften und Pferden auszuziehen. Die Land- und Steuerräthevon Oberschlcsien wurden zum 8. Dezember- nach Kosel beschiedcn,vorläufig aber der Befehl zur Ablieferung der Montirungs-Kam-mern der abmarschirten Regimenter, zur Einziehung der Land-Reserven, Aushebung von Rekruten und zur Requisition von Tu-chen, Munitions-Bedürfnissen, und der im Lande befindlichen Ge-wehre gegeben.

Am 3. Dezember ging der Graf Götzen über Brieg nach