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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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390
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Dem Marquis Lnchcsini schrieb der König gleichzeitig, daßer den Kaiser Alexander aus das Dringendste ersuchen werde, seineetwanigcn Projekte ans die Türkei fallen zu lassen, daß er selbstin den Beitritt zum Rheinbünde willige, wenn er gefordert würde,nnd baß er den Marsch der Russen angehalten habe.

Bevor dieses Schreiben in Berlin cintraf, hatte bereits amNovember der General Düroc den preußischen Bevollmächtig-ten folgendes neue Projekt vorgelegt:

1) der König unterzieht sich, die russische Armee in ihre Hei-math zurückkehren zu machen oder sie, während der Dauerdes Waffenstillstandes darin zurückznhalten, wenn sie nochnicht die Grenze überschritten haben sollte;

2» Napoleon will während dessen seine Truppen nicht über dieWeichsel gehen lassen, so daß der Thalweg und in Schlesienver Theil zwischen der Neumark, Südpreußen, der Lausitznnd einer Linie von der Mündung der Bartsch in die Oder,2 Stunden von Glogan, nach Polkwitz, Havnan, die Katz-bach auswärts bis oberhalb Läh», die Grenze bilde;

d) die Plätze Magdeburg, Hameln, Nienburg, Glogan, dieFortifikalionen von Danzig ans dem linken Weichselnfersollen gleich nach der Auswechselung der Ratifikationen über-geben werden;

4) der Waffenstillstand soll 1l> Tage vorher aufgekündigt wer-den, nnd

ü) spätestens am 12. November in Graudenz ratificirt sein.Nach einigem Bedenken wegen Magdeburg erklärten sich dieBevollmächtigten bereit zu unterzeichnen, doch Napoleon zögerteabermals und ertheilte auch seinen Truppen keinesweges den Be-fehl, die Weichsel nicht zu überschreiten, sondern im Gegentheilbefahl er ihnen den Uebergang, wo er zulässig befunden wertensollte.

Daö oben angeführte Schreiben deS Königs brachte keine