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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Fenster und theilte ihm mit, daß Alles abgemacht sei, da unterden unglücklichen Verhältnissen keine Wahl geblieben wäre- DerOberst antwortete nur durch Thränen. Als der General Savarpihn aufforderte, die Kapitulation mit zu unterzeichnen, wies diesder General Schäler mit dem Bemerken zurück, daß der Oberstnicht zu unterzeichnen brauche, da er, der General, Kommandantder Stadt und der Forts sei.

Um ö Uhr verließen die Generale die Wehrberger Warteund kehrten nach Hameln zurück. Am Thore erzählten sie bereits besonders der Kommandant daß kapitulirt worden sei, sodaß die Soldaten von dem Unglück früher benachrichtigt wurdenals die Offiziere. Hierdurch allein wurde der spätere Aufruhrherbeigeführt, und durch diesen es schwierig gemacht, daß sich einkräftiger Mann an die Spitze stellte und die Vertheidigung wei-ter fortführte.

Um 6 Uhr wurden sämmtliche Stabsoffiziere zum Komman-danten beordert. Die Nachricht von der Kapitulation verbreitetesich schnell in der Stadt. Bereits Vormittags hatten einige hö-here Offiziere geahnt, was draußen vorging, und bei der Parolemit dem General Wedelt darüber gesprochen; der Major Eller,Kommandeur des 3. Bataill. von Hagken, der Oberst Renzel,Kommandeur des 3. Bataill. von Schenk und der Oberst Oertel,Kommandeur des Jns.-Regmts. Lettow, hatten den General auf-gefordert, sich der Kapitulation zu widersetzen, doch hatte dieserdie Antwort ertheilt:Kennen Sie nicht die preußische Subordi-nation? Das ist Sache des Kommandanten und des GeneralsLecog, die haben Alles zu verantworten."

Als die Stabs-Offiziere sich beim Kommandanten versammelthatten, theilte er ihnen die abgeschlossene Kapitulation mit, undder General Lccoq beeilte sich, die unglückliche Lage des preußischenStaates, die zu diesem Schritt vermögt habe, im grellsten Lichtedarzustellen. Fast alle Stabs-Offiziere sprachen gegen, die Kapitu-lation, besonders die Obersten Oertel und Bärenstein vom Regmt-Lettow, so daß die heftigsten Scenen herbeigeführt wurden. Beiden Bemühungen, die Gemüther zu beruhigen, entschlüpften demKommandanten die bedenklichsten Worte über die Enstenz des