559
Infanterie 12 Mann an Tobten und Verwundeten verloren. DerFeind verlor, nach der Aussage eines feindlichen Offiziers, gegen50 Mann, darunter den Obersten Loger, Adjutant des Königs vonHolland, der einige Tage darauf in Nerzen starb.
Es war die Division Gobert, zu der die bei Gr. Berkel er-schienenen Truppen gehörten; der König von Holland war selbstgegenwärtig.
Am 8. November rekvgnoszirte der General Lecoq den Feindund dieser die Festung, wobei es zu einer unbedeutenden Kanonadekam. Der Posten beim Försterhause wurde auf 150 Mann ver-stärkt und unter den Besehl eines Stabs-Osfiziers gestellt. EinePostenkette zog sich von diesem Hause bis zur Weser.
Am 9. schlug der Feind unter dem Schutz einer auf demOhrberge errichteten Haubitz-Batterie bei Ohr eine Brücke überdie Weser, wozu die Kähne stromabwärts zugeführt worden waren.Alsbald wurde der preußische Posten an der Afferder-Warte mitUebermacht angegriffen und, obgleich von der Festung aus ver-stärkt, doch bis an die Barriere zurückgedrängt. Der Feind bezogmm Läger bei Nerzen, wo das Hauptquartier des Königs vonHolland, und bei Ohr auf beiden Ufern des Flusses. Rintelnund Hessen-Oldendorf wurden von ihm besetzt. In elfterem Ortehatte man die hessische Besatzung entwaffnet und die vorhandenenGeschütze vor Hameln gebracht. Zum Waffenplatz, zu dem Rin-teln laut Napoleons Befehl benutzt werden sollte, konnte cs inseinem höchst mangelhaften Befestigungszustande kaum dienen.Detaschements leichter Infanterie erhielten in den Waldbergen zwi-schen Nerzen und Rinteln, und in den Waldungen hinter demBaßberge die Verbindung mit Rinteln. Die Batterie auf demOhrberge richtete ihr Feuer auch gegen das Fort George, ohnees jedoch erreichen zu können.
In der Nacht zum 10. wurde die neue, wenn auch fehler-haft angelegte Jnondations-Schanze auf dem rechten Weseruferauf Besehl des Kommandanten verlassen, da sie nach seiner Mei-nung unnütz war, weil die Ueberschwemmung nicht mehr abge-lassen werden könne. Der Feind besetzte sie sogleich.