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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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verzweifelt nicht. Er findet Boitzenburg vom Feinde besetzt underhält den Rath, gleich dem Fürsten Hohenlohe auf Schönermarkauszubiegen, aber er schlägt den Feind aus den Quartieren undbezieht sie selbst; er hat nach dem Verlust von Lübeck nichts mehrzu hoffen, aber er giebt es noch nicht auf, sich zu schlagen undfechtend unterzugehen, und als ihm die Unmöglichkeit bewiesenwird, noch irgend etwas unternehmen zu können, so kapitulirt erzwar, aber er hat Zeitlebens einen Groll gegen die Männer imHerzen getragen, die ihm den Rath ertheilt hatten, endlich denWiderstand aufzugeben.

Der Rückzug der Blücherschen Truppen litt an demselbenHebel, das vorher erwähnt worden, daß man sich nämlich genö-thigt sah, die Truppen täglich einzuquartieren, wodurch sie in demdorfarmen Mecklenburg, trotz der nicht besonders starken Märsche,dennoch über die Gebühr angestrengt worden, als man dem er-wähnten Nachtheil des Nicht-Schlagfertigseins dadurch zu entgehensuchte, daß man die Truppen auf den Rendezvous so lange bei-sammen behielt, als man noch glaubte, von dem Feinde ange-griffen werden zu können, wodurch es herbeigeführt wurde, daßsie erst im Dunkeln die Quartiere erreichten, die sie am andernMorgen wieder im Dunkeln verlassen mußten.

Eins tritt bei den Anordnungen im Blücherschen Haupt-quartier auffallend entgegen, daß man nämlich am 3. Novemberals man sich entschlossen hatte, hinter die Stuhr zurückzugehen:

1) die Arriergarden vor den Defilecn stehen ließ, und mithingewärtig sein mußte, daß sie von dem übermächtigen Feindegeworfen wurden, und dieser mit ihnen gleichzeitig den Ab-schnitt überschritt. Es möchte angemessener gewesen sein,Alles über den Fluß zu ziehen, die Uebergänge ernsthaft zuvertheidigen, und höchstens kleine Beobachtungs-Detaschementsjenseits zu belassen, um die Annäherung des Feindes zumelden; daß man

2) auch den Generalen Wobeser und Usedom Kantonirungenauf dem feindlichen Ufer und zwar dergestalt anwies, daßsie beim Angriff deS Feindes entweder gegen den SchwerinerSee geworfen oder abgeschnitten werden mußten;

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