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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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Aus Travemünde kam die Meldung, daß der Major Schwe-den mit dem Bataillon des Regiments Kalkreuth, nachdem ervon dem Lübecker Kommandanten aus Travemünde beschossenworden, das Fort besetzt habe. Die kleine Schanze an der Mün-dung der Travc hatten die Lübecker verweigert zu räumen, undder Major Schweden! hatte sie auch im Besitz gelassen, nachdemsie die Versicherung ertheilt hatten, kein Fahrzeug aus der Travehinauszulasseu, und mit dem Feinde in keiner Art sich einzulassenoder ihm sonst Vorschub zu leisten.

Ferner ging die Meldung ein: daß ein Theil der schwedi-schen Truppen durch die Artillerie des Generals Rougere gezwun-gen worden, sich auf ihren Schiffen zu ergeben, auch das Schiff,auf welchem die schwedische reitende Artillerie eingeschifft, in Grundgebohrt worden sei.

Der General Blücher schickte den Lieutenant Phull als Par-lamentair an den M. Bcrnadotte, und ließ um gute Behandlungder Gefangenen bitten. Im Hinblick auf das eingetretene Miß-verhältniß von Infanterie und Artillerie zur Kavallerie entschloßsich der General, wenngleich nur schwer, den Plan zum nächt-lichen Uebersall von Lübeck aufzugeben. Die Gegend von Ratkauund Schwartau eignete sich nicht M Kavalleriebewegungen imGroßen, der Weg und die Felder bis Travemünde waren mitHecken eingefaßt; dagegen sollte nördlich von Travemünde eineEbene, und die alten Werke des Orts in einem Zustande sein,daß Infanterie sich dahinter. Hallen könne. Es wurde daher analle Truppen der Befehl geschickt, ffch am andern Morgen um9 Uhr zwischen Ivendorf und Travemünde zu versammeln, indemes die Absicht des Generals war, die noch vorhandene Infanterienach Travemünde zu werfen, mit der Kavallerie unter den Ka-nonen der Werke die günstigen Momente zum Einhauen abzu-warten, und sich so lange zu wehren als noch Munition vorhan-den war. In der Nacht zum 7. verblieb der General in Ratkau,wo sein Husaren-Regiment kantonirte, und die t> Kompagnien vonJung-Larisch den Kirchhof besetzten.

Der Major Ende war, wie erwähnt, mit einer Schwadronvon König von Bayern-Dragonern, dem 2. Bataillon Köhler-