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dringen des Feindes zn verhüten, so daß man der bis dahin nochgeringen Mannschaft des 94. Regiments, die bereits durch Ne-benpforten eingedrungcn war, leicht hätte Herr werden können,fuhr mit einem Theil der Geschütze, der noch hatte bespannt wer-den können, sogleich ab, warf sich mit Geschrei unter die zurück-gehende Infanterie, trieb diese rechts und links auseinander, undnöthigte sie, statt in der Richtung des Holsteinschen Thores zumarschiren, sich zum Theil links nach dem Hörter- und Mühlen-thor zu wenden. So wurde auch die zum Soutien ausgestellteInfanterie bis auf den Markt zurückgerissen, wo sie gleichzeitigmit dem General Blücher eintras.')
Die Artillerie auf dem Bastion Bellevue hatte anfänglichwährend des Gefechts am Burgthor kräftig gegen den nachfol-genden Feind mit Kartätschen gewirkt, und dadurch wenigstensein Nachdringen mit großen Massen augenblicklich verhindert, in-dessen als der Feind tiraillirend bis unter die Batterie drang, be-fahl der Herzog von Oels, daß das 1. Bataill. seines Regimentsabmarschiren und nur ein Kommando bei der Artillerie zurücklassensolle. Diesem Rückzug nach dem Holsteinschen Thor folgte dasauf der anliegenden Kourtine stehende Infanterie-Regmt. Man-stein. Nunmehr schiffte sich der Feind von der Stadtseite her aufder Trave ein und suchte die Batterie abzuschneiden, die natürlichden Rückzug antreten mußte. Hierdurch war das Bastion Bellevuegleich nach Erstürmung des Burgthores verlassen und der M. Ber-nadotte konnte den Stürmenden alsbald mit 2 Divisionen in dieStakt folgen, und starke Abtheilungen detaschiren, um den Trup-pen des M. Soult und des Großherzogs von Berg das Hörter-und Mühlenthor zu öffnen. Die Division Düpont blieb in Re-serve außerhalb der Stadt. —
Der General Blücher, der sich meist beim Mühlenthor auf-gehalten, wo er den Hauptangriff vermuthet hatte, war, nachdem
1) Todtgeschossen wurden in diesem Gefecht: der Major Hallmaim vomFüsilier-Bataillon Kaiserlingk, die Fähnrichs Driberg und Kropf vom Regi-ment Oels; der Lieutenant Ledebur vom Füsilier-Bataill. Kaiserlingk starbspäter an seinen Wunden. Verwundet wurden: 11 Offiziere.