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Auf dem Marsch wurde der Theil der preußischen Bagage,der am 3- November von Dobbertin nach Wismar unter demHauptmann Froideville entsendet worden war, von den französi-schen Truppen eingeholt und genommen.
Als die Tete des Bernadotteschen Korps, die Division Drouet,bei Schlutupp anlangte, traf auch ein Theil der schwedischen Fahr-zeuge daselbst von Lübeck ein. Es entspann sich alsbald mit denjenseits der Trave aufgestellten preußischen Truppen ein heftigesGewehrfeuer. Der M. Bernadotte ließ den General Rougere miteiner halben Brigade stehen und in einer Bucht der Trave einigeArtillerie aufstellen, welche den Fluß der Länge nach bestrich, setzteselbst aber den Marsch nach Lübeck fort. Ein Theil der schwe-dischen Fahrzeuge wurde bald gcnöthigt, sich zu ergeben.
Während so das französische l. Korps zwischen der unternTrave und der Wakenitz vorrückte, gingen der M. Soult und derGroßherzog von Berg von Ratzcburg her zwischen der Wakenitzund der obern Trave gegen Lübeck vor. Ein Theil der Kavallerieüberschritt die Brücken bei Krumcß und Kronsvoer und dranggegen Moisling vor. —
Die Stadt Lübeck'), auf dem rechten Ufer der Trave amEinfluß der Wakenitz, hatte in frühem Zeiten einen bastionirtenHauptwall mit nassen Gräben, die durch die Trave und Wakenitzgespeist wurden. Zur Zeit hatte man angefangen, die Brustweh-ren abzutragen, doch waren die Wälle und Gräben noch völligzureichend, um einen Sturm abzuschlagen. Die deutsche Seite,oder die Umwallung auf dem rechten Traveufer, hatte 3 Thore:das Burgthor, iu welchem sich die Straßen von Gadebusch überHerrenburg, von Schlutupp und von Travemünde über die Her-ren-Fähre, vereinigten; das Mühlenthor, welches die Straßenvon Ratzeburg und von Hamburg ansnahm, und das Hörter-Thor zwischen inne- Auf dem linken Ufer der Trave führte nurdas Holsteinsche Thor nach dem Dänischen.
Noch vor Tagesanbruch hatte der Hanptmann Müffling vomGeneralstabe durch den Obersten Scharnhorst den Auftrag erhal-
1) Siehe den Plan von Lübeck.