her, sobald es dunkel geworden, den Rückzug an, und erreichteLübeck um Mitternacht.
Die drei bei Schwerin vereinigten Marschälle hatten daselbstam -4. November beschlossen, bei ihrer Ueberleczenheit, dem GeneralBlücher keine Zeit zu lassen, sich irgendwo in einer starken Stel-lung festzusetzen. Als sie daher am 5. November die Stellungbei Gadebusch geräumt fanden und den Rückzug der Preußenauf Lübeck erfuhren, folgte der M. Bernadotte sogleich unmittel-bar von Gadebusch über Rhena bis Schönberg, während derGroßherzog von Berg und der M. Soult sich links über Ratze-burg wandten. ,
Noch in der Nacht zum 6 erfuhr der M. Bernadotte, daßeine Abtheilung Schweden sich von Lauenburg nach Lübeck abge-zogen hätte, und im Begriff stände, sich bei Travemünde einzu-schiffen. Er sandte sogleich den General Maison mit einigenVoltigeurs-Kompagnien, einigen Geschützen und 100 Pferden mitdem Befehl nach Schlutupp, von dort aus die Schiffahrt auf derTrave zu unterbrechen. Der General Maison vertrieb bei seinerAnkunft die bei Schlutupp aufgestellten preußischen Posten.
Erstürmung von Lübeck den 0. November.
Der General Blücher hatte bei seiner Ankunft in Lübeck er-fahren, daß ein Korps Dänen gegen die Gränze des LübeckerGebiets im Anmarsch sei, um die Neutralität Dänemarks zusichern, und daß der kommandirende General Ewald mit den leich-ten Truppen bereits in Stockelsdorf angekommen sei. Der Ge-neral wünschte die Neutralität Dänemarks anzuerkennen, wenn ernur versichert war, daß auch von französischer Seite keine Ge-bietsverletzung stattfände; denn dann erhielt er den großen Vor-theil, seine Verrheidigungslinie abkürzen und den rechten Flügelan dänisches Gebiet anlehnen zu können. Der General schriebdaher sofort an den General Ewald, und erbat sich Betreff derNeutralität eine Erklärung. Die Antwort des dänischen Generalsfiel der Ansicht des Generals Blücher nach zweideutig aus; eswurde daher noch einmal geschrieben, und nun antwortete der