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Generale Wobeser und Usedom waren durch das schnelle Vor-dringen des Feindes ans Fähre abgeschnitten. Man erfuhr, daßder M- Bernadotte unmittelbar gegenüber stand, und hatte nichtdie Mittel in Händen, ihn wieder über das Defilee zurückzu-werfen. Man glaubte den M. Soult in der Bewegung vonParchim auf Neustadt, um die Preußen von der Elbe abzuschnei-den. Ja, der General Blücher soll in der Nacht die Meldungerhalten haben, daß Wittenburg von einem preußischen Detasche-ment, das aus der Gegend von Hameln dahin gekommen, ge-räumt worden sei und der M. Soult zwischen der Armee undBoitzenburg stehe. Woher diese Meldung hätte kommen können,ließ sich nicht ermitteln.
Unter diesen höchst ungünstigen Umständen hielt es der Ge-neral Blücher nicht für rathsam, die Elbe bei Boitzenburg zuüberschreiten, sondern beschloß, sich ans Gadebusch zurückzuziehen,um dadurch zugleich in den Stand gesetzt zu werden, die GeneraleUsedom und Wobeser um den Schweriner See über Hohen-Vie-cheln an sich zu ziehen. Der Lieutenant Perponcher ging sogleichan diese Generale ab, um sie von dem Rückzug auf Gadebuschzu unterrichten. Dem Major Gr. Chasot wurde der Befehl ge-schickt, mit den Uebergangsmitteln bei Boitzenburg hinter die Steck-nitz nach Lauenburg zu gehen.
Für die Armee wurde bestimmt:
Das 1. Korps soll am ä. November bei Bleese/) dieArriergarde bei Welzin, das 2. Korps bei Gr. Brütz/) dieArriergarde bei Wittenförden um 7 Uhr bereit stehen.
Die Divisions-Kommandeurs wurden sogleich von dieser gro-ßen Rechtsrückwärtsschwenkung in Kenntniß gesetzt.
Der General Winning hatte wegen des Arriergardengefechtsbei Kriwitz das 1. Korps bis zum Dunkelwerden an den Defi-leen von Plate und Banzkow halten lassen, hatte dann die Ar-riergarde über die Defileen zur Besetzung derselben gezogen, unddaS Korps in der dorfarmen Gegend in weitläuftige Quartiere
1) Auf dem Wege von Schwerin nach Ratzeburg.
2) In der Richtung von Schwerin aus Gadebusch.