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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Anwesenheit deS Feindes. Der Major Schmude ließ sogleich aus-sitzen und ging im Trabe nach der Stadt zurück, blieb aber sürseine Person an der Queue, als plötzlich der französische GeneralGupot mit einem Trompeter hcrankam, das Signal zum Haltengeben ließ und selbst Halt rief. Sobald der Major Schmudesah, daß der Hauptmann Göcking von Wobeser-Dragonern demfranzösischen General entgegenritt, that er ein Gleiches, ohne zubemerken, daß das Dctaschement wider seinen Willen ebenfallsHalt gemacht hatte, da das französische Signal Halt dem preu-ßischen ähnlich war. Diesen Aufenthalt benutzte das 22. Chas-seur-Regiment und zog sich gegen die Stadt, um das Kommandoabzuschneiden.

Der General Gupot forderte den Major Schmude zur Ka-pitulation auf, da er bereits abgeschnitten sei. Der Major ver-langte, daß man ihm einen Trompeter geben solle, mit welchemer einen Offizier zum General Pletz um Verhaltungsbefehle schickenwolle. Dies wurde unter der Bedingung zugestanden, daß daspreußische Detaschement das Gewehr einstecken und halten bleibensolle, was auch von französischer Seite versprochen wurde.

Der Lieutenant Barner von Königin-Dragonern wurde ab-geschickt und erhielt auch noch einen preußischen Trompeter mitder Instruktion mit, Falls in der Stadt nicht viel vom Feindezu sehen sein sollte, Marsch blasen zu lassen, wo dann der Majormit dem Detaschement durch den Ort sprengen und zu entkommensuchen wollte. Das Signal erfolgte nicht, und der LieutenantBarner kam nach geraumer Zeit mit der Meldung zurück, daßder General Pletz seit 1 Stunde abmarschirt sei, der Feind mitbO bis 80 Mann die Stadt besetzt habe.

Nun drang der französische General auf Ergebung. DerMajor Schmude suchte diese dadurch zu verzögern, daß er zuerstdie Offiziere und dann auch die Gemeinen des Detaschements umRath fragte, indem er hoffte, daß der General Pletz durch die be-reits vorausgeschickteil Fouriere von seiner Lage Kenntniß erhaltenwürde. Nur die Mannschaft von Königin-Dragonern war bereitsich durchzuschlagen und nahm sofort die Degen auf, doch da dieübrigen Leute keinen guten Willen zeigten, ging der Major end-