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Durchzug, da man in jeder Stunde die Franzosen erwarte. Einwohlgekleideter Mann kam im Galopp aus der Stadt gesprengt,rief dem Oberstlieutenant Prittwitz zu, daß die Franzosen in ge-ringer Entfernung wären, und gleich darauf kam auch ein Wacht-meister mit etwa 30 versprengten Gendarmes und einer Standarte,bestätigte jene Nachricht und versicherte, die Gegend wäre bisStraßburg von den Franzosen besetzt.
Der Oberstlieutenant Prittwitz beschloß die Richtung aufAnklam einzuschlagen und die Kriegskasse dort einzuschiffen. Mirder höchsten Anstrengung wurde Alles angeordnet, um den Marschüber Golm auf Friedland fortzusetzen, und um 5^ Uhr Abendshatte man die 3 Meilen glücklich zurückgelegt. Die Unwillfährig-keit des Magistrats raubte der Kolonne die Hoffnung, Menschenund Pferde mit dem Nothwendigsten zu versorgen, denn was zuverkaufen war, hatte die früher eingetroffene Kolonne des MajorsLangwerth bereits anfgezehrt.
Beide Kolonnen setzten den Marsch vereinigt fort und bil-deten einen Zug von einer Meile Länge. Zwei tüchtige Offiziere— die Lieutenants Bieberstein vom Grenadierbataillon Sack undPodewils vom Regiment Garde — gingen nach Anklam voraus,um die Schiffe zur Aufnahme der Kriegskasse bereit zu halten.Die Kolonne traf am 29. Morgens bei Anklam ein; die Schiffelagen bereit und um 10 Uhr ging die Kriegskasse nach Usedomab, wobei sich die Anklamer Bürger eben so sehr als die völligentkräfteten Grenadiere von Sack durch Thätigkeit rühmlich aus-zeichneten. Nachtheilige Gerüchte über die Hohenlohesche Kolonne,die nicht aufgeklärt werden konnten, bestimmten zu dem Befehl,daß die Kriegskasse in Swienemünde nach Danzig eingeschifftwerden solle, während der Oberstlieutenant Prittwitz den Landwegdahin einschlagen wollte, um die Kasse selbst abzuliefern. AlleOffiziere baten ihn indessen, bei der Kolonne zu verbleiben. Ergab nach, ordnete das Backen von Brod durch die Train-Kolonneund die Austheilung der Löhnung an und gestattete bei der gren-zenlosen Erschöpfung, daß am 30. gerastet wurde, da man vonden Ereignissen bei Prenzlau noch keine Nachricht hatte.
Als die Ankunft des kleinen Korps des Generals Bila I-