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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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daß der Fürst Hohenlohe kapitulirt habe und der Paß bei Lock-nitz besetzt sei, man sich mithin werde durchschlagen müssen. DerMajor Thielau von Heising nahm zuerst das Wort, stellte dieSchwierigkeiten dar, die bei der Ermattung der Leute und Pferdeeinem Durchschlagen cntgegenständen, und wies den anwesendenLieutenant Priltwitz zur Ruhe, als dieser erklärte, daß eine Ka-pitulation ehrenrührig sei. Tie Stabsoffiziere verfügten sich zuihren Schwadronen, um den Zustand der Pferde zu untersuchenund dem Obersten Poser Bericht zu erstatten. Der Oberst Winning,Kommandeur des Leib-Karabinier-Regiments, befragte nicht nurdie Offiziere, sondern zog auch von jeder Schwadron den Wacht-meister, 1 Unteroffizier und 2 Mann zu Rache, und der Beschlußdieser Versammlung fiel dahin aus, daß man sich nicht durch-schlagen könne, sondern kapituliren müsse. Im Allgemeinen wurdeder Zustand der Pferde keinesweges so befunden, daß man nichtweiter marschiren könne, sondern nur ein Gefecht möglichst ver-meiden müsse. Mehrere Stabsoffiziere lagen dem Obersten Poserdringend an, sobald als möglich nach Stettin aufzubrechen.

Nachdem sich die sämmtlichen Stabsoffiziere am Abend beimObersten Hagen in Pasewalk eingefunden hatten, erklärte derselbeden Offizieren der Kavallerie, daß er keine hinlängliche Kcnntnißvon ihrer Lage habe, um beurtheilen zu können, ob sie im Standeseien weiter zu marschiren oder nicht. Die Kavallerie-Offiziereerklärten, daß Leute und Pferde sehr erschöpft wären, daß aberdennoch ein baldiger Marsch anzurathen sei.

Zu der Konferenz hatte sich auch der Landrath des DemminschenKreises, der Landschafts-Direktor Podewils, eingefunden, da ernoch denselben Abend über Rothen-Klempenow von Stettin nachPasewalk gekommen war. Er theilte mit, daß nach der Aussageeines aus Löcknitz eingetroffenen Mannes der Weg nach Stettinfrei sei, daß er aber Vorschläge, der Sicherheit wegen durch diegroße Fichthaide über Jägerbrück und Stolzenburg zn marschiren,wo ihnen der Feind nichts anhaben könne. Wegen der Schwie-rigkeit der Ueberfahrt rathe er zu keinem Marsch nach der InselUsedom.

Der Oberst gab auf diese Erklärung nichts, und da auch

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