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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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setzte er den Marsch fort, ließ Prenzlau rechts, überschritt beiNieden die Ucker und ging in der Richtung auf den Paß vonLöcknitz weiter. In Züsedom brachte man dem Obersten indessendie falsche Nachricht, daß der Paß bereits vom Feinde besetzt sei;er bog abermals links ans, überschritt bei Rothen-Klempenow dieRandow und quartierte sich Abends 0 Uhr in Boeck ein, vonwo er am 28. nach Stettin marschirte, und vom Gouverneur denBefehl erhielt, jenseits der Oder Quartiere zu uehmen. BeimZusammentreffen des 2. Bataill mit dem 1- in Gollnow ließsich übersehen, daß das Regmt. im und nach dem Gefecht beiZehdenick 14 Offiziere, von denen 4 verwundet, und etwa 250Mann und Pferde verloren hatte.

Das Regmt. Schimmelpfennig-Husaren hatte sich nach derersten heftigen Verfolgung allmälig bei Templin gesammelt, wardann unter Führung des Obersten Fürsten von Anhalt-Pleß, dader General Schimmelpsennig sogleich nach Stettin abgeritten war,bis hinter die große Brücke über den Fahrsee gegangen, hattedort gefüttert, war darauf weiter bis Prenzlau marschirt, wo aber-mals gehalten und nun erst dem Fürsten Hohenlohe eine Mel-dung über das Gefecht bei Zehdenick gemacht wurde. Vor Prenz-lau soll nach Angabe des Fürsten am 27. Morgens 8 Uhr derFeind erschienen sein. Was zu diesem Gerücht Veranlassung ge-geben, und warum man es versäumt hat, sich über dessen Grundoder Ungrnnd aufznklären, ist nicht ermittelt worden; genug, dadas Regiment nur noch etwa 600 Pferde zählte, die gänzlich ent-kräftet, gedrückt, lahm und völlig unfähig waren, ein Gefecht zubestehen, auch von dem für die preußischen Truppen in Prenzlaugebackenem Brod nach Fürstenwerder geschickt wurde, was glau-ben machen konnte, daß der Fürst Hohenlohe seine Rückzugsrich-tung verändert habe, so beschloß der Fürst von Pleß, sich beiPrenzlau nicht aufzuhalten, sondern marschirte ohne Weiteres nachStettin ab. Der Verlust der Husaren betrug gegen 300 Manu,so daß der Gesammtverlust beider Regimenter, die ins Gefecht ge-kommen, noch nicht voll 600 Mann betrug, während der franzö-sische Bericht von 300 Todten und 700 Gefangenen spricht. Der