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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
141
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In dieser Gegend hoffe ich mit der Tete den 29. Oktober anzn-langen und den Rest, wenn er nicht Unglück hat, am 91. anmich zn ziehen. Da hoffe ich Alles in besseren Stand setzen znkönnen nnd bin ich auch vielleicht so glücklich, Ew. Mas. nähereBefehle zn erhalten. Auf meine Treue und gänzliche Widmungwollen Allerhöchst Dieselben Sich gänzlich verlassen."

Der Hauptmann Grolmann sollte dem Könige noch münd-lich auseinandersetzen:

Ans dem ganzen Marsch von Magdeburg bis Stettin seiendie schwierigsten Punkte Zehdenick, Prenzlan nnd Löcknitz, weilhier bedeutende Defileen und der Entfernung nach der Feind mitder Armee zusammenstoßen könne. Habe man das erste Desileevor dem Feinde überschritten, so wäre wahrscheinlich Alles ge-wonnen, da man dann auch die Anderen vor dem Feinde errei-chen könne. Deswegen solle der General Schimmelpfennig denRuppiner-Kanal und die Havel in der Gegend von Oranienburgverlheidigen, nnd den Feind verhindern, die zerstörten Brückenwieder herzustellen. Am 26. solle sich das Korps bei Granseeversammeln und Zehdenick erreichen, der General Beeren mit Ka-vallerie und einiger Infanterie den General Schimmelpfennig hin-ter dem Ruppiner Kanal ablösen, dagegen dieser General sichhinter dem Finow-Kanal setzen, um den Raum zwischen Havelund Oder so lange als möglich zu behaupten; würde er gewor-fen, so sollte er sich hinter die Welse ziehen, dort die Uebergängevon Stendel und Bierraden behaupten und das Terrain zwischenRandau und Oder decken. Hierdurch hoffe der Fürst im Staudezu sein, die Gegend von Löcknitz am W. zn erreichen, und sichdaselbst hinter der Randau so lange zu behaupten, bis der Gene-ral Blücher sich mit ihm vereinigt hätte, auch vielleicht noch eineVereinigung mit dem Herzog von Weimar zu bewerkstelligen, wennauch erst über Uckermünde, oder wenigstens dessen Rückzug überAnklam und die Inseln zu sichern.

Der General Schimmelpfennig erhielt beim Einrücken inGuteu-Germendorf die Meldung, daß der Feind bereits um 3 UhrNachmittags in Oranienburg eingerückt sei. Er nahm davon keine