stens, de» Truppen einige Ruhe gönnen zu können, dort dieMittel zu finden, die Armee wieder mir den ihr fehlenden drin-gendsten Bedürfnissen zu versehen. Er wollte die andern Korpsund Kolonnen durch verstärkte Märsche dergestalt der Haupt-Ko-lonne nähern, daß man sich bei Prenzlau vereinigen konnte, nndim schlimmsten Falle wollte er lieber einzelne Theile, als dasGanze aufopfern, was der Fall sein mußte, wenn man die Kon-zentrirung durch einen Halt zu bewerkstelligen suchte.
Bei der Parole zu Nen-Ruppin hielt der Fürst den anwe-senden zahlreichen Offizieren eine sehr ernste Rede, worin er dieHerstellung der Ordnung bei Kassation nnd Todesstrafe für den-jenigen, der sich dabei etwas zu Schulden kommen lassen würde,anbesahl; er werde die Truppen wieder vor den Feind führenmüssen, und brauche dazu tüchtige Leute. Jeder Offizier, der nichtmehr fechten könne oder wolle, möchte vortreten, er solle einenvorwurfsfreien Abschied erhalten. Um die Disciplin und Marsch-ordnung herzustellen, befahl der Fürst, daß die Infanterie amfolgenden Tage um 10 Uhr Vormittags bei Schönermark diesseitsGransee sich versammeln und ordnen solle. Hierauf wurde dieDislocation für den folgenden Tag diktirt, nach welcher die Spitzebis Zehdcnick, das Hauptquartier nach Gransee, die Queue bissüdlich von Lindow, das Detaschement des Generals Schimmel-pfennig nach Joachimsthal mir Posten am Finow-Kanal, die Ko-lonne des Generals Schwerin mit Ueberspringung des projectir-ten Marschqnarliers Mirow, nach Alt-Strelitz, Wesenberg undGegend, der General Bila nach Wustrow, Strafen und Diemitz
— südlich von Wesenberg — nnd der General Blücher nachNeu-Ruppin kommen sollten. Am 27. sollten dann die Haupt-Kolonne zwischen Templin und Prenzlau, der General Schwerinzwischen Fürstenwalde und Karwitz — westlich von Boitzenbnrg
— der General Blücher bei Zehdenick oder im Nothfall auch beiLychen zu stehen kommen. Auf diese Weise glaubte man am 28.mit dem Ganzen bei Prenzlau vereinigt sein zu können. ES kamnur darauf an, daß der General Schimmelpfennig seinen Auftragerfüllte, am 25. von Liebenwalde aus alle Uebergänge über denRuppiner-Kanal und die Havel zerstörte, am 26. die des Finow-