Die leichten Truppen des Generals Bila gingen bis jenseitsKvritz, die leichte Infanterie unter dem General Oswald lag indem Orte selbst.
Der Major Langwcrih, der mir der Bagage am 2ä. Witt-stock erreicht hatte, erhielt daselbst vom Obersten Massenbach denBefehl, von dort ab nach Gutdünken den Weg durchs Mecklen-burgische zu nehmen, und erst bei Straßburg wieder in die Ucker-mark zurückzukehreu, wo dann die Brücke bei Pasewalk frei seinwürde, und die Bagage der Armee über Löcknitz nach Stettin fol-gen könne.
Der General Wobcser erhielt vom Herzog von Weimar denBefehl, mit der ihm überwiesenen Kavallerie und reit. Artillerienoch vor der Bagage des Herzogs die Elbe bei Sandau zu pas-siren, was denn auch Nachmittags des 2.',. geschah, worauf derGeneral noch bis Havelberg marschirte. —
Nachmittags kam nach dem Hauptquartier Neu-Ruppin dieMeldung des Rittmeisters Alvensleben aus Tegel bei Berlin, daßdie französische Avantgarde am 2 i. Abends in Berlin und in dieStadt Spandau eingerückt sei, und daß er den Feind weiter beob-achten werde. Ter Hauptmann Ziehen meldete das Einrückcnbedeutender feindlicher Korps in Potsdam und Berlin, und daßer bei Spandau ein Scharmützel mit feindlicher Kavallerie ge-habt, wobei er 1 Mann und 2 Pferde verloren habe.
Dem Fürsten Hohenlohe waren von allen Seiten die kläg-lichsten Rapporte über die grenzenlose Ermattung der Truppendurch das anhaltende Marschiren zugegangen, und dennoch warvorauszusehen, daß die Anstrengungen noch viel größer werdenmußten, wenn man am 29. Stettin erreichen wollte. Ueberallstieß man auf Marodeurs, die durch Marodiren ihren Hunger zustillen suchten, da durch das thcilweise Aufgeben der durch denMajor Knesebeck angewiesenen Quartiere die Verpflegung an vie-len Stellen fehlte. Der Oberst Massenbach sah von seinem Wa-gen und in seinem eraltirten Zustande die Lage der Armee nochviel kritischer an, als sie es in der That sein mochte, und diktirtein Neu-Ruppin dem Lieutenant Rühle ein Memoire, das er demFürsten überreichte. In demselben sagte er ungefähr: