Alt-Friesach wo die Brücken abgetragen nnd die Schleusen auf-gezogen wurden, um die Gegend zwischen Fehrbellin und Kremmenunter Wasser zu setzen. Ein Dctaschemeut von 30 Husaren und00 Füsilieren unter dem Lieutenant Erichson ging nach Rüthnickzur Beobachtung des UebergangeS von Kremmen und Zerstörungder dortigen Brücken. Ein anderes Detaschement von 30 Husarenund einigen Jägern postirte sich bei Teschendorf zur Beobachtungdes UebergangeS über den Ruppiner-Kaual auf der Straße vonGrausee nach Oranienburg.
Auf dem Marsch bei Alt-Friesack kam der Lieutenant Sud-hausen vom Regmt. Zweiffcl zum General Schimmelpfennig, undbrachte diesem vom Fürsten den Befehl, ihn in seinem Vorhaben,die Havelbrücken bei Oranienburg gründlich zu zerstören, wenndies nicht schon geschehen, zu unterstützen. Der General ließ denOffizier indessen ohne Bedeckung weiter reiten, und versprach nur,ihn zu unterstützen, Falls er der Unterstützung bedürft; wohl inder Voraussetzung, daß die Brücken bereits durch den Lieut. Braunzerstört worden seien, wie man ihm mitgetheilt halte.
Das Detaschement bezog Quartiere in den nachgewiesenenOrtschaften Falkenthal, Bergsdorf, Guten-Germcndorf, wo desGenerals Quartier und die Füsiliere untergebracht wurden, Meese-berg, Buberow, Kl. Mutz. In dem vorgelegenen Torf Liebcn-berg wurden die beiden Jäger-Kompagnien einquartiert; 2 Schwadr.des Regmts. Württemberg-Husaren unter dem Major Lojewskinoch weiter vorwärts, schoben Feldwachen gegen die Havelübcrgängevon Oranienburg und Liebenwalde.
Das Natzmersche Korps, das nun unter die Befehle des Ge-nerals Blücher trat, der sein Quartier in Gantzer nahm, passirteam 2ä. das Rhinbruch und rückte zum Theil in die Quartiere,welche der Major Knesebeck für den vergangenen Tag der Haupl-Kolvnne angewiesen hatte, nämlich längs des Rhiubruchcs bissüdlich von Neustadt. Bis zu diesem Tage hatte noch ein sächsi-!ches Chevaurlegcrs-Regiment den Marsch mitgcmachl; doch vonda ab verschwindet cs und scheint nach Sachsen zurückmarschirtZu sein.