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den Marsch von Rathenow auf Neustadt und Wusterhausenzu richten, wodurch man in der Sicherheit des Marsches, in derLeichtigkeit des Ueberganges über das Rhinbruch, in der Aussicht,alle Truppen in Ordnung beisammen zu halten, in der Annähe-rung an die Kavallerie-Kolonne vortheile. Vergebens stellte derFürst vor, daß eS sich weder um die gegenseitige Unrerstützungbeider Kolonnen, noch um die Gefahr handle, beim Marsch vonRathenow nach Friesack vom Feinde angegriffen zu werden, dader Ucbergang bei Plaue in Händen des Natzmerschen Korps,und nach den bestimmten Nachrichten des Hauptmanns Ziehenaus Brandenburg, daselbst nichts vom Feinde zu sehen sei, wei-tere Havelübergänge aber erst bei Baumgartenbrück und Potsdamgesunden würden. Es half Alles nichts, und als der Oberst sah,daß die Umstehenden ihren Unwillen über den Gegenstand unddie Art der Unterhaltung zu erkennen gaben, führte er den Für-sten in ein anderes Zimmer, schloß dasselbe hinter sich ab undbestürmte ihn aufs Neue. Nach einer Viertelstunde kam der Fürstzurück und befahl, daß am 24. der Marsch nach Neustadt underst am 25. der nach Ruppin angetreten werden solle. Der Ge-neral Schimmelpfcnuig allein sollte durch einen beschleunigtenMarsch das Bruch, Friesack links lassend, bei Fehrbellin über-schreiten; doch als man erfuhr, daß daselbst die Uebergänge bereitszerstört worden, wurde er über Friesack, Vw. Damm rc. dirigirt.
Dem Major Knesebeck schrieb der Fürst: „Nach allen ein-gegangenen Nachrichten bestätigt es sich immer mehr, daß derFeind am heurigen Tage Potsdam und wahrscheinlich auch schonBerlin besetzt hat. Ich halte diesemnach den Marsch einer gro-ßen Kolonne über Friesack u. s. w. für etwas zu gewagt, undda ich übersehe, daß ich selbst mit einem sorcirten Marsch demFeinde, wenn er es will, nicht nach Stettin zuvorkommen kann,so halte ich es für das Beste, einen Augenblick sich mit Behut-samkeit zu bewegen. Ich habe daher beschlossen.
„In der Gegend von Wusterhausen und Neustadt gedenkeich von Allem avertirt zu sein was der Feind unternimmt, undhierauf wird es ankommen, ob ich in genannter Gegend den Gen.v. Blücher und Herzog v. Weimar an mich unmittelbar heranziehe,