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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Sinne ging er, ohne die Antwort des Fürsten abzuwarten, nachKyritz voraus, um die Quartiere für die drei folgenden Tageanzuordnen, auch alle Anstalten zu treffen, daß sämmtliche Brückenund Uebergänge über die Havel mit Ausnahme des von Zeh-denik über den Rhin bei Fehrbellin, über das HavelländischeLuch bei Königshorst, Dreibrücken und Nauen, über den Ruppi-ner und den Finow-Kanal unbrauchbar gemacht wurden. Fürden Marsch der Truppen blieben immer noch die Uebergänge desRhinbruchs über die Orte Rhinow oder Stollen auf Sieversdorf,und über Friesack auf Vw. Damm, Wutzetz und Rakel, ja beider sehr trockenen Jahreszeit auch der von Stollen auf Dreetz.Ging mkn die Haupt-Kolonne aus Sieversdorf und längs desBruches, der General Schimmelpfennig über Friesack re-, so be-trug der Umweg gegen die ursprünglich beschlossene RichtungA Meilen, doch schien dem Major Knesebeck der Marsch gesicher-ter und eine Beunruhigung von feindlichen leichten Abtheilungenunmöglich. Er dislocirte daher dergestalt, daß die Haupt-Kolonneam 24. über Sieversdorf marschiren mußte, um Quartiere beiRohrlake und Gegend zu erhalten; am 2'». sollte die Gegend vonLindow, am 26. die von Zehdenik, jenseits und diesseits der Havelerreicht werden. Zugleich traf er alle Anstalten, daß für den Falleines formten Marsches die Truppen auch schon einen Tag frü-her in den Quartieren verpflegt werden konnten. Der ihm atta-chirte Lieutenant Braun, Jnspcctions-Adjntant der Artillerie, mußteam 23. Nachmittags die Brücken bei Fehrbellin zerstören.

Der Fürst Hohenlohe erhielt in Rathenow durch den Haupt-mann Ziehen die Meldung, daß der Feind mit den Hauptkrästenüber Treuenbrietzen auf Berlin marschire, und schon am vergan-genen Tage, dem 22., in Potsdam und Belitz durch ParteienLieferungen ausgeschrieben habe. Der Hauptmann wollte seineRekognoSzirung die Havel aufwärts fortsetzen.

Diese Nachricht bestärkte den Fürsten in dem gefaßten Ent-schluß, da es bei der Nähe des Feindes doch zu formten Mär-schen kommen mußte, hierzu alsbald zu schreiten, die ursprünglicheRichtung über Friesack beizubehalten, am 24. bis Ruppin, am25. nach Gransee rc. zu marschiren, um so am 26. die Gegend