bei der Ankunft an der Fährstelle übersetzen lassen; man rechnetedarauf, daß sie gegen 4 Uhr Morgens daselbst eintreffen würde.
Bei dem Marsch durch Bindfelde hatte man auf Tanger-mündelAbtheilungen vorgctrieben und war sehr bald auf die feind-lichen Vorposten gestoßen, die allarmirt wurden.
Mit Tagesanbruch des 26. kam der Herzog mit der Infan-terie bei der Fähre an, und fand zu seinem großen Verdruß, daßdie Bagage aus Mißverständniß in der Nacht nicht übergesetztwar; sie stand in Unordnung am Ufer. Die Kavallerie hatte von5 Uhr an das Uebersahren begonnen und endete damit um 10 UhrVormittags. Die Uebersahrt geschah in 2l großen und kleinenFähren.
Die Füsiliere und Jäger erhielten während der Uebersahrtdes Korps eine Aufstellung in dem durchschnittenen Terrain zwi-schen dem Gute Roseuhos und dem Dorfe Altcnzaun, um in der-selben den Feind so lange aufzuhalten, bis das Korps das rechteElbufer erreicht hatte. —
Die feindliche Patrouille, welche am 22. in Helmftädt ge-wesen und von dem Lieutenant Eisenhart vertrieben worden war,hatte die Nachricht zurückgebracht: der Herzog von Weimar miteinem Korps von 12—16,000 Mann suche sich den Weg überHelmftädt nach Magdeburg zu öffnen. Der M. Soult nahm so-gleich seine Maßregeln, um mit den Divisionen Leval und St.Hilaire und dem größten Thcil der Kavallerie dem preußischenKorps zu begeguen, während die,1. Division Legrand und 2 Dra-goner-Regmtr. vor Magdeburg Zurückbleiben sollten, um durch eineAufstellung hinter Olvenstädt die Besatzung von Magdeburg inGemeinschaft mit den Truppen des M. Ney zurückzuweisen, Fallssie bei der Annäherung des Herzogs von Weimar einen Ausfallmachen würde. Der M. Soult marschirte so mit den beiden Di-visionen, seiner leichten Kavallerie und einer Dragoner-Brigade,wie es scheint spät, am 23. bis Errleben, 2 Meilen von Helmstädt,während die Division Vandamme vom Korps des M. Ne» und2 Kavallerie-Regmtr. unter dem Befehl des Marschalls selbst,sich bei Eichenbarleben aufstellten, um dem M. Soult als Soutienzu dienen.