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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Die Kolonne des Generals Blücher, welche am 18. Gitteldeerreicht hatte, stand von dem Marsch auf Halberstadt ab, alsman die Nachricht erhielt, daß die Franzosen bereits diesen Orterreicht hätten, nnd marschirte am 19. bis eine Meile jenseitsSalzliebenhall nach Beinum, Kniestedt, Gr. Flöthe rc., am 29.,Braunschweig links lastend, bis Flcchtdorf. Der General Blücherging für seine Person nach Wolsenbüttel, um mit dem Herzogvon Weimar über die weiteren Bewegungen Rücksprache zu neh-men. Beide waren der Meinung, daß das Korps des Herzogsder Artillerie-Kolonne auf Stendal folgen müsse, da man bei derAnwesenheit des Feindes in Halberstadt wohl nicht mehr mitSicherheit auf den Uebergang bei Tangermünde rechnen konnte.Es wurde der Punkt von Sandau zum Uebergang erwählt, undder Major Graf Chasot und der Lieutenant Thile I. erhieltenden Auftrag, die Vorbereitungen daselbst zu treffen.

Am 2l. passirte die Kolonne den Drömling bis diesseitsGardelegen nach Wernitz, Sachvw :c.; am 22. marschirte sie aufder Straße nach Stendal bis Deetz, Querstedt ic-, am 23. überStendal und Arneburg bis Dalchau, und am 24. nach Sandau,wo l4 Fähren versammelt lagen, und die Kolonne sogleich über-ging, so daß die Artillerie unter der Bedeckung von 1 Offizierund 24 Pferden noch über Havelberg nach Breddin und Stüde-nitz rückte. Der General Wobeser blieb mit den Truppen derKolonne bei Arneburg stehen, um die Verbindung mit dem Her-zog von Weimar zu unterhalten, und dafür zu sorgen, daß dieFahrzeuge bei Sandau festgehalten wurden.

So hatte die Kolonne vom 17. Abends die Strecke vonRordhausen bis Sandau, oder 35 Meilen in 6< Tage zurückge-legt und keinen Pnlverwagen stehen lassen; Alles nur die Folgezweckmäßiger Anordnungen.

Das Korps des Herzogs v. Weimar brach am 18. Ok-tober aus dem Lager bei Heiligenstadt um 7 Uhr Morgens aufund marschirte in 3 Kolonnen links ab. Die 1. Kolonne, dieleichten Truppen, von Dingelstädt und Leinefeldc über StadtWorbis und Ecklingerode nach Duderstadt; die 2. Kolonne, dieLinien-Infanterie und Artillerie, direkt aus Duderstadt in Kan-