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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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61
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ftitigerr User nicht ausführbar ist. Bei Halle wollte man aberdas Saale-Defilee keinesweges zum eigenen Gebrauch offen er-halten, sondern lediglich dem Feinde den Uebergang so lange ver-wehren, bis man den beschlossenen Rückzug angetreten hatte.Konnte man die hohe Brücke durch eine Aufstellung hinter demDesilee nicht vertheidigen, so mußte man weiter zurückgehen, inkurzer Zeit die dahinter liegende hölzerne, sogenannte Schieferbrückeunbrauchbar machen und die Avantgarde so lange dahinter stehenlassen, bis die Infanterie den Rückzug aus dem Lager angetretenhatte, wo dann die Kavallerie die Aufnahme der Arriergarde be-werkstelligte.

Als man nun Halle verloren hatte, aber noch so glücklichgewesen war, das Vordringen der Franzosen aus dem Galg- undober» Steinthor einige Zeit zu verhüten, da hätte man wohlbesser daran gcthan, die gesammte Kavallerie zwischen beidenThoren zur Aufnahme der daselbst fechtenden Truppen zurückzu-laffen, und mit dem Rest der Infanterie und Artillerie augenblick-lich und in gerader Richtung aus dem Lager die vorhandenenWege nach Bitterfeld cinzuschlagen, statt sich noch durch denMarsch längs der Dessauer Straße auszuhalten, was aber darinseinen Grund fand, daß die strategischen Rücksichten, welche denRückzug auf Wittenberg geboten hätten, ganz außer Acht gelassenwurden und man nur dahin drängte, so schnell als möglichMagdeburg zur Vereinigung mit der geschlagenen Armee zu er-reichen, und sich so freiwillig der geraden Verbindung mit derHeimath zum Verderben des Korps und der ganzen Armee zubegeben.