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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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nicht erst bei Halle abzuwarten, sondern sogleich mit einer ver-stärkten Avantgarde auf Leipzig vorzugchen und mit dem Korpszu folgen, wenn es gesammelt worden war. Es wurde hinzuge-fügt: der König wolle Dresden erhalten wissen, habe dem GeneralTauentzien den Rückzug dahin angewiesen und hoffe, durch denMarsch des Reservekorps auf Leipzig, dem nach Dresden vor-dringenden Feinde Besorgnisse für seine Flanke zu erregen undder Armee den Sieg zu erleichtern.

Das Reservekorps kam auf diese Weise vom 13. bis 17.sehr vereinzelt bei Halle an, ohne daß sich die Truppentheile ge-sehen und einigermaßen zusammengefügt hätten. Das zuerst beiHalle eintreffende Füsilierbataillon Borell du Vernay sollte aufBefehl des Herzogs bereits am 14. Merseburg besetzen. Als derLieutenant Kleniewski mit 4 Fourierschützen am Abend des 13.in Merseburg eintraf, benachrichtigte ihn der Magistrat, daß ersich verborgen halten müsse, da ein feindliches Kavalleriedetasche-ment vor dem Thore stehe und 1 Unterofffzier und 6 Mann des-selben sich bereits in der Stadt befänden. Der Lieutenant Kle-niewsti folgte aber dieser Weisung nicht, sondern trieb die Fran-zosen mit gefälltem Bajonett glücklich aus der Stadt und schloßdas Thor. Die Franzosen versprachen in größerer Zahl wieder-zukommen. Als der Lieutenant Kleniewski erfuhr, daß noch l Un-teroffizier mit 12 Mann vom 3. Bataill. des Regmts. Renouardin der Stadt befindlich seien, holte er dieselben sogleich herbei, po-stirte sie außerhalb der Stadtmauer und ließ sie in der Nacht sichfleißig anrusen. Als der Feind in der Thal aufs Neue anrückte,verbot er zu feuern, um durch den Schein des Feuers nicht diegeringe Anzahl seiner Mannschaft zu verrathen, dagegen ließ ereine alte, aus der Stadt mitgenommene Trommel rühren unddurch mehrere Stimmen kommandiren. Der Feind wurde vomAngriff abgeschreckt und der Ort und das dortige Magazin blie-ben vorläufig verschont. Am 14. besetzte daS Füsilierbataill. dieStadt und traf daselbst auf 60 sächsische Chevaurlegers.

Der Herzog Eugen ging für seine Person am 14. nachHalle. Auf der Reise ging ihm der königliche Befehl vom 12.