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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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ein. Der Prinz entgegnete:Herr General, ich werde bekanntmachen, daß alle Hundsfötter sich ergeben können, alle bravenLeute werden aber gewiß meinem Beispiele folgen." Endlich be-willigte der General, daß die Hauptleute Grolman und Tiede-mann, jeder mit 50 Pferden, in der rechten und linken Flankedes Feindes rckognosziren möchten, welche dann den Bericht zu-rückbrachten, daß sich in der rechten Flanke gar keine Feinde, inder linken sich nur kleine Kavallerietrupps befänden. Der PrinzAugust hatte während dessen dem General Blücher, der die Ar-riergarde befehligte, von den Ansichten des Generals Gr. Kalk-reuth Mittheilung machen lassen, der General war vvrgerittenund der Prinz fragte ihn:was meinen Sie, General Blücher,ich denke, wenn man 12,000 Preußen bei sich hat, kann mansich wohl noch schlagen?" Der Gefragte erwiederte: man dürfein Folge des königlichen Befehls die Feindseligkeiten nicht anfan-gen, aber wenn der Feind angriffe, so bedürfe cs keiner Frage,was zu thun sei.

Zu der Verhandlung zwischen dem Prinzen August und demGeneral Gr. Kalkreuth war nun auch der General Gr. Tauen-tzien gekommen, der aus Weißensee zurückgekehrt war; auch derOberst Massenbach, der dem Fürsten Hohenlohe abhanden gekom-men war, hatte sich eingefunden.') Der General Gr. Tauentzientheilte mit, daß der General Klein gewünscht habe, man möchteihm Bevollmächtigte nach Weißensee schicken um sich mit densel-ben weiter zu besprechen. Der General Gr. Tauentzien und OberstMassenbach wurden zu dieser Besprechung bestimmt und der Ge-neral Blücher begleitete sie. Der General Klein empfing die

1) Daß der Oberst schon damals nichts als Kapitulationsgedanken hatte nicht ans Feigheit, sondern weil er nur in der Verbindung mit NapoleonHeil erwartete beweist ein Gespräch an diesem Morgen mit dem MajorQuitzow von dem Kürassier-Regmt. Beeren, in welchem er demselben mit-theilte: daß der König Friedensvorschläge gemacht nnd ihm in die Schreib-tasel diktirt habe, daß da, wo man nicht durchkommen könne, kapitulirt wer-den solle; daß Weißcnsee vom Feinde besetzt sei und er zu dem französischenGeneral reite: daß man bald lesen werde, was die Ursache alles Unglücksgewesen; daß Gott doch nur bald Frieden geben möchte.

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