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von einer Menge anderer Regimenter. Alle Mannschaften ausdem Bayrenthischen wurden in ihre Heimath entlassen, die Uebri-gen als Kriegsgefangene betrachtet. Der Lieutenant Lützow brachtedem Könige die Nachricht von der Kapitulation.
Man hatte nur mit feindlicher Kavallerie zu thun gehabt,denn die Infanterie des Neyschen Korps traf erst um 10 UhrAbends vor Erfurt ein; sie war durch das Defiliren der Kaval-lerie-Reserve auf der Chaussee so lange anfgehalten worden. —
Während der Herzog von Weimar mit einem Theil derKavallerie bei dem Vorwerk Schadirode den Feind durch einPlänklergefecht und Artilleriefeuer zu beschäftigen suchte, hattensich durch die auf den Höhen hinter Erfurt zurückgebliebene Ka-vallerie eine Menge Leute, mit und ohne Waffen, Generale undOffiziere, welche nicht mit kapituliren wollten, abgezogen und denWeg nach Langensalza eingeschlagen.
Der Herzog schickte noch mehreremal nach Erfurt, um denAbmarsch zu beschleunigen, da man den Feind schon in Gr. Fah-ner, auf der Straße nach Langensalza wußte. Endlich als esbereits dunkel wurde, erschien der Major Rauch und benachrich-tigte den Herzog, daß an keinen Ausmarsch aus Erfurt zu den-ken sei, auch habe man bereits Unterhandlungen mit dem Feindeeingeleitet. Bald darauf kam auch ein Ordonnanz-Offizier mit derNachricht, daß die Festung kapitulire, der Herzog möge sich nachLangensalza durchschlagen.
Der Herzog war sehr verdrießlich, unnütz so viel Zeit ver-loren zu haben, und ließ die Kavallerie nach Gotha aufbrcchcn,wo sie bis zum Morgen des 16. bivouakirtc. Eine Schwadronvon König von Bayern-Dragonern und das Kommando vonBailliodz-Kürassieren trafen nicht bei Gotha ein, und von dem2. Bataill. Pletz-Husarcn hatte man keine Nachricht.
Die Infanterie unter dem Herzoge von Braunschweig-Oelswar um Mitternacht hinter Langensalza eingetroffen und lagertein der Kolonne. Man sah hier nichts was nach einer Versamm-lung der Armee ausgesehen hätte, und hieß es auch der Königsei in Mühlhausen. Die Bagage ward dahin vorausgeschickt, mitder Infanterie aber wollte der Herzog die Kavallerie abwarten,