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6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
408
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kümmerlichen Märtyrerthum führt. Deswe-gen bieten die Künstler unserer Zeit nur im-mer an, um niemals zu geben. Sie wollenimmer reizen, um niemals zu befriedigen;alles ist nur angcdeutet, und man findetnirgends Grund noch Ausführung. Mandarf aber auch nur eine Zeit lang ruhig ineiner Gallerie verweilen,, und beobachten,nach welchen Kunstwerken stch die Mengezieht, welche gepriesen und welche pernach-läßigk werden, so hat nian wenig Lust ander Gegenwart, und für die Zukunft wenigHoffnung.

Ja, versetzte der Abbe, und so bildenstch Liebhaber und Künstler wechselsweise; derLiebhaber sucht nur einen allgemeinen unbe-stimmten Genuß, das Kunstwerk soll ihmohngefähr wie ein Naturwerk behagen, unddie Menschen glauben, die Organe, einKunstwerk zu genießen, bildeten stch eben