Druckschrift 
6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
230
Einzelbild herunterladen
 

22k>

cs selbst zu gestehen. Nach oft vergebenswiederholtem Schmerz über den Verlust Ma-riancns, fühlte er nur zu deutlich, daß ereine Niutker für den Knaben suchen muffe,und daß er sto nicht sichrer als in Theresenfinden werde. Er kannte dieses vortrefflicheFrauenzimmer ganz. Eine solche Gattin undGchülstn schien die einzige zu seyn, der mansich und die feinen anvcrtrauen könnte. Ihreedle Neigung zu Lokhario machte ihm keineDedenklichkeit. Sic waren durch ein sonder-bares Schicksal auf ewig getrennt, Theresehielt sich für frey, und hatte von einer Hei-rakh zwar mit Gleichgültigkeit, doch als voneiner Sache gesprochen, die sich von selbstversteht. '

Nachdem er lange mit sich zu Nakhe ge-gangen war, nahm er sich vor, ihr von sichzu sagen, so viel er nur wußte. Sie sollteihn kennen lernen, wie er sie k-vinte, und