Druckschrift 
6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

221 )

liebe Kind an, sein-: Gegenwart ergötzte mich,und dabcr, habe ich cs aufs grausamste ver-nachlässigt. Was khat ich zu seiner Bildung,nach der es so sehr strebte? nichts! Ich über-ließ es sich selbst und allen Zufälligkeiten,denen es, in einer ungebildete» Gesellschaft,nur ausgcsetzt scnn konnte; und dann fürdiesen Knaben, der dir so merkwürdig war,che er dir so werth scyn konnte, hat dichdenn dein Her; geheißen auch nur jemalsdas geringste für ihn zu thun? Es ist nichtmehr Zeit, daß du deine eigenen Jahre unddie Jahre anderer vergeudest; nimm dich zu-sammen , und denke was du für dich unddie guten Geschöpfe zu thun hast, welcheNatur und Neigung so fest an dich knüpjle.

Eigentlich war dieses Selbstgespräch nureine Einleitung, sich zu bekenne», daß ecschon gedacht, gesorgt, gesucht uud gewählthatte, er konnte nicht länger aiiitehen, sich

»