leicht durch tolle und unschickliche Darstellun-gen irre machen; aber man lege ihnen dasVernünftige und Schickliche auf eine interes-sante Weise vor, so werden sie gewiß dar-nach greifen.
Was unjerm Theater hauptsächlich fehlt,und warum weder Schauspieler noch Zu-schauer zur Besinnung kommen, ist, daß csdaraus im Ganzen zu bunt auSfieht, unddaß inan nirgends eine Grenze hat, woraninan sein llrthcil anlehnen könnte. Es scheintmir kein Vortheil zu seyn, daß wir unserTheater gleichsam zu einein unendlichen Na-turschauplatze ausgcwcitet haben, doch kannjetzt weder Direktor noch Schauspieler sichin die Enge ziehen, bis vielleicht der Ge-schmack der Nation in der Folge den rechtenKreis selbst bezeichnet. Eine jede gute So-rietät existirt nur unter gewissen Bedingun-gen, so auch rin gutes Theater. GewisseL 2 >