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5 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 3]
Entstehung
Seite
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Aber bey ihrer Neigung war ihnen das Mit-telmäßige nicht unerträglich, und der herrli-che Genuß, mit dem sie das Gute vor undnach kosteten, war über allen Ausdruck. DasMechanische machte ihnen Freude, das Gei-stige entzückte sie, und ihre Neigung war sogroß, daß auch eine zerstückelte Probe sie ineine Art von Illusion versetzte. Oie Män-gel schienen ihnen jederzeit in die Ferne zutreten, das Gute berührte sie wie ein naherGegenstand. Kurz sie waren Liebhaber, wiesic sich der Künstler in seinem Fache wünscht.Ihre liebste Wanderung war von den Eou-lisscn ins Parterr, vom Parterr in die Cou-lissen, ihr angenehmster Aufenthalt in derGarderobe, ihre emsigste Beschäftigung ander Stellung, Kleidung, Recitation und De-klamation der Schauspieler etwas zuzustutzen,ihr lebhaftestes Gespräch über den Effekt,den man hervorgebracht hatte, und ihre be-