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5 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 3]
Entstehung
Seite
77
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gen dürfe; das Schicksal hingegen müsse im-mer fürchterlich seyn, und werde im höchstenSinne tragisch, wenn cs schuldige und un-schuldige von einander unabhängige Thatenin eine unglückliche Verknüpfung bringt. ^

Diese Betrachtungen führten wieder aufden wunderlichen Hamlet, und aus die Eigen-heiten dieses Stücks. Oer Held, sagte man,hat eigentlich auch nur Gesinnungen; es stndnur Begebenheiten die zu ihm stoßen, unddeswegen hat das Stück etwas von demgedehnten des Romans: weil aber das

Schicksal den Plan gezeichnet hat, weil dasStück von einer fürchterlichen That ausgeht,und der Held immer vorwärts zu einerfürchterlichen That gedrängt wird, so ist esim höchsten Sinne tragisch, und leidet keinenandern als einen tragischen Ausgang.

Nun sollte Leseprobe gehalten werden,welche Wilhelm eigentlich als ein Fest an-