65
nein doppelten Entzweck herein. Erst machtder Mann, der den Tod des Pri'amus mitso viel eigner Rührung derlainirt, kiesen Ein-druck aus den Prinzen selbst; er schärstdas Gewissen des jungen schwankenden Man-nes: und so wird diese Ercne das Prälu-dium zu jener, in welcher das kleine Schau-spiel so große Wirkung auf den Königthut, Hamlet fühlt sich durch den Schau-spieler beschämt, der an fremden, an stngir-ten Leiden so großen Theil nimmt; und derGedanke aus eben die Weise einen Versuchauf das Gewissen seines Stiefvaters zu ma-chen, wird dadurch bcy ihm sogleich erregt.Welch ein herrlicher Monolog ists, der denzweyken Art schließt! Wie freue ich michdaraus, ihn zu rczitiren:
->O! welch ein Schurke, welch ein nie-driger Sklave bin ich! — Ist es nicht un-geheuer, daß dieser Schauspieler hier, nurW. Meisters Lchrj. Z. E