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5 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 3]
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duldig und zeigte sich immer unartiger, jemehr sie cs tadelte und zurecht wieß.

Oer Knabe gesiel sich in gewissen Eigen-heiten/ die man auch Unarten zu nennenpflegt, und die sie ihm keineswegs nachzu-sehn gedachte. Ec trank, zum Beyspiel, lie-ber aus der Flasche als aus dem (Alase, undoffenbar schmeckten ihm die Speisen aus derSchüssel besser als von dem Teller. Einesolche Unschicklichkeit wurde nicht übersehen,und wenn er nun gar die Thüre ausließ oderzuschlug, und, wenn ihm etwas befohlenwurde, entweder nicht von der Stelle wichoder ungestüm davon rannte: so mußte ereine große Lcrtion anhören, ohne daß ecdarauf je einige Besserung hätte spüren las-sen. Vielmehr schien die Neigung zu Aure-lien sich täglich mehr zu verlieren; in seinemTone war nichts zärtliches wenn er sie Mut-ter nannte, er hing vielmehr leidenschaftlich

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