Druckschrift 
4 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 2]
Entstehung
Seite
343
Einzelbild herunterladen
 

ster, wo er, weil eben der Pater, der dieUmgänge zu besorgen, und durch geistlicheMaskeraden die christliche Gemeinde zu er-götzen hatte, gestorben war, als ein hülfcei-cher Schutzengel auftrat. Auch übernahm ersogleich die Nolle Gabriels in der Verkündi-gung, und mißfiel dem hübfchen .Mädchennicht, die als Maria seinen obligenten Gruß,mit äußerlicher Dcniuth und innerlichemStolze, sehr zierlich aufnahni. Er spieltedarauf surressive in den Mysterien die wich-tigsten Nöllen, und wußte sich nicht wenig»da er endlich gar als Heiland der Welt ver-spottet, geschlagen, und ans Kreuz geheftetwurde.

Einige Kriegsknechte mochten bsy dieserGelegenheit ihre Rollen gar zu natürlichspielen, daher er sic, um sich auf die schick-lichste Weife an ihnen zu rächen, bey Gele-genheit des jüngsten Gerichts in die präch-