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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
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Von d. übrigen T ugenden u. Laftern. 251

lind gelten in der Spekulation allein für den richti-gen Maafsftab der Tugend und der Moralität. Sieallein bringen dasjenige ganz eigentümliche Gefühloder die Empfindung hervor, wovon der rnoralifchaUnterfchied abhängt.

Was den guten oder böfen'Lohn der Tugendoder des Lafters anbetrifft, fo ift er offenbar eineFolge der Empfindungen des Vergnügens oder Mifs-vergnügens. Diefe Empfindungen erzeugen Liebe oderHafs; und Liebe oder Hafs find nach der urfprting-lichen Einrichtung der menfchlichen Leidenfchaf-ten mit Wohlwollen oder Uebelwollen verknüpft;das heifst, mit einem Verlangen die Perfon, weichewir lieben, glücklich, und die Perfon, welche wirhaffen, unglücklich zu machen. Wir haben hier-von bei einer andern Gelegenheit weitläufiger ge-handelt.

Zweiter Abfchnitt.

Von der Gröfse der Seele.

Nunmehr ift es Zeit, diefes allgemeine Sy-ftem der Sittenlehre durch Anwendung deffelbenauf einzelne Beifpiele von Tugenden und Lafternzu erläutern, und zu zeigen, wie ihr Verdienftoder ihre Schuld aus den vier hier angegebenenOuellen entfteht. Wir wollen, mit der Prü-fung der Leidenfchaften des Stolzes und der De«muth den Anfang machen, und wollen erwägen.

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