U4 Ueber die menfcbliche Natur.
Landgutes vor. Es ift diefes eine Art von abergläu-bifchen Gebrauch in den bürgerlichen und natürli-chen Gefetzen, der dem Aberglauben in der Rö-mifch-Katholifchen Religion ähnlich ift. Sowie die Römifch- Katholifchen die unbe-greiflichen Geheimniffe der chriftlichen Religiondurch ein Symbol vorftellen, und fie dem Gemüthedurch ein Wachslicht, oder einen Anzug, odereine Geberde, die ihnen ähnlich feyn follen, ver-gegenwärtigen ; fo find die Rechtslehrer und Mora-liften aus eben dem Grunde auf ähnliche Erfindun-gen gefallen, und haben verfucht, fich in Anfehungder Uebertragung des Eigenthums durch Einwilli-gung auch durch dergleichen Mittel zu befriedigen.
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Fünfter Abfchnitt.
Von der Verbindlichkeit der Verfpre-c h u n g e n .
Dafs die moralifche Regel, welche die Haltungder Verfprechungen gebietet, nicht aus der Na-tur folge, wird aus folgenden zwei Sätzen, dieich eben erweifen will, hinlänglich erhellen, näm-lich, dafs ein Verfprechen gar keinenSinn hat, bevor es nicht durch diemenfchlichen Konventionen eingeführtift; und dafs felbft, wenn es auch ver-ftändlich wäre, deffenunerachtet keinemoralifche Verbindlichkeit damit ver-knüpft feyn würde.
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