Ich will nur lagen, dafs in diefem Zuftand fo etwas,wie Eigenthum ift, gar nicht l’tatt findet; und folg-lich auch fo ein Ding, wie Gerechtigkeit und Unge-rechtigkeit ift, gar nicht feyn kann. Ich werdeGelegenheit haben eine ähnliche Bemerkung in An*fehung der Ver fpre chungen zu machen, wennich auf diefes Kapitel komme; ich hoffe, dafs diefeBemerkung, rechterwogen, hinreichen wird, allenHafs von den vorhergehenden Meinungen über Ge-rechtigkeit und Ungerechtigkeit zu entfernen.
Dritter Abfchnitt.
Ueber die Regeln, nach welchen dasEigenthum beftimrr.t wird.
Obgleich die Gründung der Regel, die Behän-digkeit der Befitzung betreffend, nicht nur nützlich,fondern für die menfchlicheGefellfchaft felbft unum-gänglich nothwendig ift; fo kann fie doch zu kei-nem Zwecke dienen, fo lange es bei fo allgemeinenAusdrücken bleibt. Man mufs noch eine Art undWeife zeigen, wornach wir unterfcheiden können,welche behindere Güter jeder einzelnen Perfon zu-gehören muffen, und von deren Belitz und Genufsalle übrige Menfchen ausgefchloffen find. Unfer-nächftes Gefchäft mufs alfo feyn, die Gründe zu ent-decken, welche diefe allgemeine Regel modificirenund fie für den gemeinen Gebrauch und für daspraktifche Leben gefchickt machen.
F 2
Es