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Ueber die in en fehl i ch e Natur.
Nachdem die Menfchen durch Erfahrung ge-funden haben, dafs ihr Eigennutz und ihre einge-fchränkte Güte, wenn fie nach ihrem Belieben han-deln, fie zur Gefellfchaft ganz unfähig machen; undnachdem fie zu gleicher Zeit bemerkt haben, dafsdie Gefellfchaft zur Befriedigung eben derfelbenLei-denfehaften ganz unentbehrlich ift; fo fehen fie fichnatürlich er weile genöihiget, fich der Einfchränkutigl’olcher Gefetze zu unterwerfen, durch deren Beob-achtung allein die menfchliche Gefellfchaft ficherund ruhig beftelien kann. Anfangs alfo werden dieMenfchen blos durch die Erwägung ihres eignenNutzens beftimmt, fich diefe Gefetze und ihre all-gemeine und nothwendige Beobachtung aufzulegen;und diefer Grund ift bei der erften Bildung der Ge-fellfchaft vollkommen hinreichend wirki’am undftark. In der Folge aber, wenn die Gefellfchaftzahlreicher geworden, und zu einem ganzen Volkeoder einer Nation angewachfen ift, fo erfcheint die-fer Vortheil in einem mehr entfernteren Lichte, unddie Menfchen fehen nicht mehr fo leicht, als in ei-ner kleinern und zufammengezogenern Gefellfchaftein, wie bei jeder einzelnen Uebertretung dieferGefetze, Unordnung und Verwirrung erfolgen müffe.Aber ob wir gleich in unfern eignen Handlungenden Vortheil öfters aus dem Gefichte verliehren,welchen wir von der Aufrechterhaltung der Ord-nung haben, und einen geringem aber mehr gegen-wärtigen Vortheil vorziehen, fo werden wir dochunfer Vormtheil jederzeit mittelbar oder unmittebar
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