193
We wahr ist dieses! Man kann einander so innig imHerrn finden, grüßen, segnen, und eine sehr friedliche undreine Gemeinschaft mit- und untereinander pflegen, wenn^ der Herr uns zu solcher führt. So etwas darf nicht ge-, ^ sucht, sondern muß gefunden werden. Wer die Creatur^ und alles Bildliche der Creatur nicht loslaßt, um alleindem formlosen wahren Gute anzuhangen, und dieses vor^ Allem Meister unsers Herzens und Willens werden zu lassen,
, der kennt den Werth und die Lauterkeit dieser wechselseitigenGemeinschaft noch nicht, einer Gemeinschaft, die uns alleindie leibliche Gegenwart erquicklich macht und die auch be-V« wirkt, daß wir letztere mit voller Ruhe entbehren können., M Gott allein ist genug und ewig genug. Er besitze unsi dM also ganz, und seine göttliche Liebe sei das Leben unsrerKM« Seelen! Amen, Jesus! Ich grüße Dich in der LiebeKitz, des Herrn. Jesus sei Dein Leben und Alles in Ewigkeit,d siiM In ihm bleibe ichittnik , Dein
durch die Gnade treu verbundenerMe schwacher Bruder.
»sich«! Mülheim, den S2. Juni NIL.
Fünf und achtzigster Brief.
'
Ermahnung, die Liebe des Herrn Zesu mit treuer Gegenliebezu vergelten. Vier Eigenschaften der Liebe, die der hei-lige Geist ins Herz legt.
jjltzli' Vielgeliebte Freundin und werthe
Schwester!
^ Laß uns recht treu bleiben dem Herrn, der uns bisM Tode treu geblieben ist, und der sein kostbares Blut
Ks" ' ,3