178
Sieben und siebenzigfter Briefe
- .ich
Gott als die Liebe auf sich selbst, wie auch die Liebe, die ^
er für uns hegt, müssen uns bewegen, uns selbst zu «er-gessen. Die Entdeckung der Unsauberkeit unsrer Eigen.liebe müssen wir als eine Wirkung von Gottes reiner gtSLiebe betrachten. ^
In Jesus, der Dein Leben und Allessei, sehr werthe und herzlich ge-^"liebte Schwester!
Obgleich ich schon vom Schreiben an den Bruder i>. ^meinen Kops angegriffen fühle, so muß ich Dich dochnoch mit ein Paar Zeilen begrüßen, und Dir zum neuenJahr alles Gute wünschen, wie ich es schon beim An-fang des Jahres in meinem Herzen gethan habe. Ichhoffe, daß wir in diesem Jahre von uns weniger und Wvon Gott mehr als je zuvor finden mögen, ja, daß erAlles in Allem in uns werde. Sein Name werde gehei-M«ligt, sein Reich komme, sein Wille geschehe! Amen. Wir l»wissen, daß alle Wege Gottes nur zu seiner alleinigenVerherrlichung in seiner Creatur führen, und daß er ge-wiß seinen Zweck erreichen wird, zumal bei denen, die sichihm hingeben und ihre Seligkeit in diese alleinige ^Verherrlichung ihres Gottes stellen. Wie geräu-mig können wir dann ruhen im Glauben unsers Gottes! §Daß also Alles untergehe, was sich selbst noch in uns lie-ben oder beschauen möchte, und Gott von uns lauter ge-liebt werde! Die Liebe, die der Herr zeigt, für uns zuhegen, und noch viel mehr die Liebe, die er selbst/^ist, muß uns unser Selbst vergessen machen, um nm'den Gott anzuschauen, dem alle Liebe gebührt, und muWiuns bewegen, uns ohne umzusehen seinen Händen anzu- jsvertrauen. Doch er selbst muß dieses schenken, und ich.^