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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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Zwei und siebenzigfter Brief. ^

Gott kann sich nicht reiner und wesentlicher in un« verherr-lichen, als durch Leiden, Schwachheit und Armuth. Zn .Gott und in seiner Ewigkeit ist kein Unterschied der Pla- ^tzeS. Durch unsere Crtödtung und durch Las AuSgehenaus uns selbst werden wir Hineingeführt.>

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In Jesu, der unser Alles sei undbleibe, sehr werthe und herzlichgeliebte Schwester!

Wiewohl ich nichts Besonderes zu schreiben habe, so ^ist es mir doch Bedürfniß, Dir herzlich zu dankm für 'Vdie genommene Mühe, mir Nachricht zu geben von dem '?schwachen Befinden unsers werthen Bruders IV. IV. DerHerr segne ihn und behalte seinen Geist in seinen göttli- " -chen Händen, die immer treu den nie fallen lassen im Le- ""ben und Tod, der sich ihnen übergibt. Versichere diesem ..theuern Freund, daß ich in brüderlicher Liebe und Geistes- ^gemeinschaft wahrhaften Theil an seinen Leiden undSchwachheiten nehme und fest vertraue, daß auch dieseHeimsuchung zur Verherrlichung Gottes beitragen werde,die aus Leiden, Schwachheit, Armuth und Vernichtung icham reinsten und wirksamsten geboren wird. Ich bitte diegöttliche Majestät im Namen Jesu, daß sie dem schwa-chen Bruder Alles, was ihm zur Unterstützung, Erqui-ckung, zum Beistand und Segen nöthig sein möchte, nachihrer unendlichen Güte zufließen lasse, und durch ihn selbstAlles erfülle zu ihrer eignen Herrlichkeit. Amen. Je-sus! schließe du selbst unsre Augen, aus daßwir uns im Leben und Sterben nicht mehrnach uns selbst und dem Unsrigen umsehen,sondern mit williger und wahrer Erkennung